Weißkitteleffekt

Blutdruck-Werte aus der Arztpraxis oft zu hoch

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Wer den Blutdruck zu Hause misst und nicht nur in der Arztpraxis, erhält in der Regel zuverlässigere Ergebnisse. Foto: Robert Günther/dpa-tmn

Wenn man angespannt ist, steigt der Blutdruck. Das ist ganz normal, bei der Blutdruck-Messung beim Arzt aber schlecht. Denn das Ergebnis ist falsch - und damit oft die Dosis der Medikamente.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Bluthochdruck-Patienten sollten ihren Blutdruck regelmäßig messen - und zwar ausdrücklich zu Hause. Denn die dort ermittelten Werte sind oft genauer und damit besser als Messergebnisse aus der Arztpraxis, erklärt die Deutsche Herzstiftung.

Beim Arzt fallen die Werte den Angaben nach oft etwas zu hoch aus. Das hat verschiedene Gründe. Einer ist der sogenannte Weißkitteleffekt: Manche Patienten sind allein durch die Gegenwart von Arzt oder Ärztin so angespannt, dass ihr Blutdruck steigt. Als Folge der zu hohen Werte werden dann oft zu starke Blutdrucksenker verschrieben, die wiederum gefährliche Nebenwirkungen wie Schwindelgefühle und Ohnmachtsattacken haben können.

Damit die Werte bei der Blutdruck-Messung daheim nicht ebenfalls zu hoch ausfallen, sollten Patienten einiges beachten. Wichtig ist zum Beispiel, mit dem Messen erst zu beginnen, nachdem man fünf Minuten entspannt gesessen hat. Die Beine sollten dabei nicht übereinander geschlagen sein. Eine morgendliche Blutdruck-Messung sollte zudem vor dem Frühstück passieren - also vor dem ersten Kaffee oder Tee.

Die Herzstiftung empfiehlt außerdem, den Blutdruck immer zweimal zu messen, mit 30 bis 60 Sekunden Pause zwischen den beiden Messungen. Ausschlaggebend ist dann der niedrigere Wert. In der Regel ist das, der nachlassenden Anspannung wegen, der zweite.

Ratgeber der Herzstiftung zum Blutdruck-Messen

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