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Bier kann Risiko für Krebs und Demenz senken - Menge ist entscheidend

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Von: Daniel Großert

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Gute Nachrichten für Biertrinker: Bier kann das Risiko für bestimmte Krankheiten wie Demenz und Krebs verringern. Es kommt auf die Menge an.

Hamm - „Hopfen und Malz, Gott erhalt‘s!“ Was schon vor hunderten Jahren galt, gilt für viele Menschen in Deutschland heute immer noch. Rund 90 Liter Bier trinkt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. In der Ernährung spielt es also für viele eine große Rolle. Auch wenn (zu viel) Alkohol als ungesund gilt, zeigen Studien, dass Bier das Risiko für gewisse Krankheiten verringern kann. Allerdings ist die Menge entscheidend.

GetränkBier
Alkoholgehaltnormalerweise 4 bis 10 Prozent
BestandteileHopfen, Malz, Hefe und Wasser

Bier kann Risiko für Krebs und Demenz senken - Menge ist entscheidend

Frauen, die täglich ein Glas Bier trinken, und Männer, bei denen es nicht mehr als zwei Gläser Gerstensaft pro Tag sind, können ein geringeres Risiko für Krankheiten wie Krebs oder Demenz haben. Das haben Mediziner des London Medical Laboratory herausgefunden, wie die Welt berichtet.

Denn im Bier, das zum Teil auch noch getrunken werden kann, wenn es abgelaufen ist, sind viele antioxidative Stoffe enthalten, die das Zellsterben verlangsamen. Zahlreiche chronische Krankheiten sowie einige Formen von Krebs können dadurch verhindert werden. Die Faustregel ist: Je dunkler das Bier, desto mehr antioxidative Stoffe sind darin zu finden, wie italienische Forscher herausfanden.

Aber auch das Risiko für Demenz kann laut einer Studie aus Deutschland durch maßvollen Konsum von Alkohol verringert werden. Demnach sank das Risiko für die Krankheit bei denjenigen der etwa 3000 Teilnehmer, die bis zu drei alkoholische Getränke am Tag verzehrten, um rund 60 Prozent. Eine weiterführende Studie aus den Niederlanden bestätigte das Ergebnis: Dort war das Demenz-Risiko bei Menschen, die einen moderaten Alkoholkonsum hatten, ebenfalls geringer als bei denjenigen, die deutlich mehr oder gar nichts tranken.

Geringeres Krankheits-Risiko durch Bier: Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden seltener

Eine Erklärung, warum der maßvolle Konsum von Bier oder Wein das Risiko für Demenz senkt, haben die Forscher noch nicht gefunden. Möglicherweise trafen auf die Personen mit geringerem Risiko auch weitere Faktoren zu, die es beeinflussen. Menschen, die nur gelegentlich Alkohol trinken, haben beispielsweise in der Regel ein reges Sozialleben. Das kann das Risiko für eine Demenz ebenfalls verringern.

Demenz und Krebs sind aber nicht die einzigen Erkrankungen, die durch einen moderaten Alkoholkonsum unwahrscheinlicher werden könnten. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen - die Haupt-Todesursache in Deutschland - kann sinken, wie eine Studie zeigt. Laut Dr. Quinton Fivelman, dem wissenschaftlichen Chefberater des London Medical Laboratoy, erleiden Frauen, die täglich ein Glas Bier trinken, und Männer, die nicht mehr als zwei Gläser zu sich nehmen, seltener Erkrankungen am Herzmuskel.

Das führen die Forscher auf das Ethanol und die Polyphenole zurück, die im Bier enthalten sind. Beide Stoffe haben eine entzündungshemmende Wirkung auf die Gefäße. Für „harten“ Alkohol wie Wodka oder Gin gilt das allerdings weniger. Letztlich beziehen sich die Studienergebnisse aber, wie bereits betont, auf einen maßvollen Konsum. Wer dagegen regelmäßig viel Alkohol trinkt, erhöht eher sein Risiko, krank zu werden.

Öko-Test hat zuletzt das Bier einiger Marken untersucht. Viele Brauereien haben gut abgeschnitten, doch ein Pils aus Nordrhein-Westfalen ist durchgefallen.

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