Mit 75 Jahren

Fußball-Legende Gerd Müller verstirbt mit fortgeschrittener Demenz: Wie Sie vorbeugen können

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Gerd Müller wurde am 23.08.2003 zum erfolgreichsten Spieler seit Bestehen der Fußball-Bundesliga gekürt. Er erzielte in 427 Bundesligaspielen 365 Tore. Am 15.08. verstarb Müller in einem Pflegeheim. (Archivbild)
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Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Gerd Müller wurde am 23.08.2003 zum erfolgreichsten Spieler seit Bestehen der Fußball-Bundesliga gekürt. Er erzielte in 427 Bundesligaspielen 365 Tore. Am 15.08. verstarb Müller in einem Pflegeheim. (Archivbild)

Alzheimer lässt den Menschen vergessen – im Endstadium ist kein eigenständiges Leben mehr möglich. Auch der ehemalige Fußballer Gerd Müller litt an Alzheimer.

„Der deutsche Rekordmeister und seine gesamte Fangemeinde trauern um Gerd Müller, der am frühen Sonntagmorgen im Alter von 75 Jahren gestorben ist“, twittert der FC Bayern München am 15. August 2021. Es wurde zwar keine Todesursache mitgeteilt, aber dass es Gerd Müller seit Jahren gesundheitlich sehr schlecht geht, war kein Geheimnis.  An Müllers 70. Geburtstag wurde publik, dass der ehemalige Fußballprofi an der häufigsten Form der Demenz litt: Alzheimer. Seitdem baute der ehemalige Fußballstar körperlich und geistig enorm ab. Gerd Müller als Rekordtorschütze der Fußball-Bundesliga erzielte 365 Tore in 427 Partien und war Vorbild für unzählige Hobby- wie auch Profi-Fußballer.

Alzheimer als häufigste Form der Demenz gilt als typische Alterserkrankung. Der fortschreitende Gedächtnisverlust macht vielen Angst, vor allem, weil es keine Therapie gibt. Frühzeitig erkannt und behandelt, kann der Verlauf von Demenzerkrankungen wie Alzheimer zwar hinausgezögert werden, eine Heilung ist bislang aber nicht möglich. Allerdings fanden Forscher Risikofaktoren, die die Entwicklung von Demenz begünstigen - und die man vermeiden kann.

Alzheimer-Risiko senken: Diese Faktoren können Sie selbst beeinflussen

So sollen Schlafstörungen das Demenz-Risiko immens erhöhen*, wie aus einer Veröffentlichung der American Academy of Neurology hervorgeht. Menschen mit Einschlafproblemen und verkürzten REM-Schlafphasen entwickelten der Studie zufolge häufiger eine Demenzerkrankung. Doch es gibt auch Risiko-Faktoren, die jeder selbst beeinflussen kann.

Mehr als normale Vergesslichkeit: Das Gehirn von Demenzkranken baut enorm ab. Im Endstadium ist kein eigenständiges Leben mehr möglich.

Beobachtungsstudien lassen vermuten, dass vor allem folgende Faktoren Alzheimer begünstigen:

  • Psychischer Stress: Wer vor allem im mittleren Alter unter immensem Druck steht, läuft Gefahr, eher eine Demenz zu entwickeln. Finanzielle und berufliche Sorgen oder Existenzängste zählen zu den belastenden Faktoren, die chronischen Stress begünstigen. Mediziner empfehlen neben Sport Entspannungsübungen wie Meditation, um den Stresslevel zu senken.
  • Einsamkeit im Alter: Wer viel allein ist und sich einsam fühlt, hat der Initiative Alzheimer Forschung zufolge ein doppelt so hohes Alzheimer-Risiko, als jemand mit vielen sozialen Kontakten. Diese fordern das Gehirn und helfen, geistig fit zu bleiben.

Lesen Sie auch: Verblüffend: Dieser Faktor beeinflusst wirklich, ob Sie im Alter gesund bleiben.

  • Überzuckerte Getränke: New Yorker Wissenschaftler fanden einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von gesüßten Drinks und Alzheimer. In einer groß angelegten Studie wurden die Daten von knapp 2.300 älteren Probanden über mehr als sieben Jahre lang ausgewertet. Bei den Studienteilnehmern, die bis zu 20 Gramm Zucker täglich über Getränke zu sich nahmen, beobachteten die Studienleiter eine um 50 Prozent erhöhte Alzheimerrate im Gegensatz zu den Menschen, die weit weniger zuckerhaltige Getränke getrunken hatten. Möglicherweise schade zu viel Zucker dem Insulinstoffwechsel im Gehirn, wie die Ärztezeitung meldete

Weiterlesen: Sie trinken Ihren Kaffee gerne mit Zucker? Diese ungeahnte Folge kennen Sie noch nicht.

Mehr zum Thema: Diese zwei Diäten senken das Demenz-Risiko enorm - besagt Studie.

Im Video: Tägliche Hausarbeit soll einer Demenz vorbeugen

(jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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