Debatte

In Zeiten von Corona: Gehört das Weihnachtsgeld im Jahr 2020 abgeschafft?

Die Debatte ums Weihnachtsgeld reißt nicht ab. Kommen diese und andere Sonderzahlungen womöglich auf den Prüfstand? Was aus Politik und Wirtschaft dazu zu hören ist.

Erst forderten mehrere Politiker, die Weihnachtsgeld-Zahlungen wegen der Coronakrise vorzuziehen – zur Stärkung des Einzelhandels und Entzerrung der Weihnachtseinkäufe, so ihre Idee. Daraus geworden ist bislang nichts. Der Handelsverband Deutschland reagierte einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge zurückhaltend auf den Vorschlag aus der Politik*: Eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes helfe wahrscheinlich den Geschäften in der Innenstadt nur in sehr geringem Umfang, so die Argumentation. Leider würden viele Kunden zurzeit den Einkaufsbummel meiden, weil sie in Corona-Zeiten möglichst wenigen Menschen begegnen wollten. Und die Sparquote sei derzeit sehr hoch, weil viele Verbraucher ihr Geld aufgrund der Unsicherheit lieber zusammen hielten.

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Trotzdem geht die Debatte ums Weihnachtsgeld im Jahr der Coronakrise weiter – und nicht nur das: Der designierte Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, hat sich Berichten zufolge dafür ausgesprochen, dass Arbeitnehmer in der Konjunkturkrise Mehrarbeit teilweise ohne Lohnaufschlag leisten sollten. „Wir brauchen jetzt Mehrarbeit ohne vollen Lohnausgleich. Das können mal zwei oder auch mal vier Stunden pro Woche sein“, sagte Wolf, der im November zum Nachfolger von Rainer Dulger an die Gesamtmetall-Spitze gewählt werden soll, laut dpa in einem Bericht der „Bild“-Zeitung. Eine starre 35-Stunden-Woche passe nicht mehr in die Zeit. Er wolle flexibel abweichen, je nach Auftragslage, sagte Wolf demnach.

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Auch Spätzuschläge sollten aus Sicht von Wolf teils abgeschafft werden. Diese seien „nicht mehr zeitgemäß“. Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld sollten ebenfalls auf den Prüfstand, ebenso Pausenregelungen. Kurzarbeit wolle Wolf generell nur mit entsprechenden Lohnabschlägen. „Wenn Sie reinhören in die Betriebe: Viele Menschen wären zu Zugeständnissen bereit“, sagte Wolf demnach, der auch Vorstandschef des Autozulieferers ElringKlinger ist: „Da fordere ich die IG Metall auf: Hört auf diese Menschen.“ (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

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