"Armes Deutschland"

TV-Doku: 18-Jähriger geht Hartz IV beantragen - und haut es dann für Drogen raus

"Ist Hartz IV sozial gerecht?" – das stellt sich der Reporter in dem Sozial-Report "Armes Deutschland". Hierbei präsentiert er Extremfälle, die bei den Zuschauern für Wut sorgen.

In "Armes Deutschland" beleuchtet der Fernsehsender RTL 2 den harten Alltag deutscher Mitbürger, die am Existenzminimum leben. Deren Geschichten locken bis zu 1,72 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Die Einschaltquoten sind enorm – was wohl auch daran liegt, dass meist Personen ausgewählt werden, die für Kontroversen sorgen.

RTL 2-Report "Armes Deutschland" deckt "Sozialschmarotzer" auf, die auf Kosten der Anderen leben sollen

So auch die Folge, in der der 18-jährige Philipp aus Aachen aus seinem Leben als Hartz-IV-Empfänger erzählt. Dieser hat ein bewegtes Leben hinter sich: So soll er bereits mit 13 Jahren auf eigene Veranlassung in ein Heim gezogen sein, heute lebt er nun in einem Obdachlosenheim. Seine Zeit vertreibt sich der junge Mann mit Drogen und Partys. Um sich seinen exzessiven Lebensstil zu finanzieren, war sein erster Gang als Volljähriger ins Sozialamt – Hartz IV beantragen.

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"Mit 18 Jahren vom Staat leben zu müssen, da denkt man eigentlich gar nicht so darüber nach. Das ist nämlich erstmal Geld”, erklärt er im Beitrag. Mit Kindergeld hat er so 244 Euro im Monat zur Verfügung. Das gibt er für Fahrten nach Holland mit Freunden und viel Marihuana aus. Dennoch hat er kein Problem damit, auf Kosten von Vater Staat zu leben. Eine Ausbildung hat er nicht, schließlich wurde er schon zweimal der Schule verwiesen.

Realität oder Klischee? 18-Jähriger will keine Arbeit, dafür aber Geld vom Staat für Drogen

Daher habe er die Sozialleistungen auch bitter nötig: "Das ist ja eine Kasse extra für die Leute, die das Geld brauchen. Und ich brauche es." Nun will ihn das Amt dazu zwingen, endlich einen Job zu finden und seinen Drogenkonsum zu reduzieren. Ansonsten soll es eng für Philipp werden. Ob ihm am Ende der Geldhahn zugedreht wird? Der junge Mann bleibt allerdings entspannt – und genau so, scheint es, will er sein Leben auch beibehalten.

Die Zuschauer ärgert's verständlicherweise – dennoch muss wohl bedacht werden, dass der Armen-Report von RTL 2 schließlich darauf erpicht scheint, oftmals Arbeitslose bzw. Geringverdiener in ein eher schlechtes Bild zu rücken und die Kamera genau dann oder darauf zu richten, wo etwaige Ungerechtigkeiten bestehen könnten.

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jp

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