Reich tauscht mit Arm

"Teure Schuhe steigern das Selbstbewusstsein": TV-Show zeigt schonungslos Missstände in Deutschland

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Ein TV-Tauschexperiment zeigt einmal mehr, wie die Schere zwischen Reich und Arm in Deutschland immer weiter auseinanderklafft.

Weil der Junge "kein Gefühl für Geld hat", macht seine Mutter beim TV-Tauschexperiment "Plötzlich arm, plötzlich reich" mit. Und sorgt für Kontroverse.

Nach Frauentausch kommt nun ein anderes TV-Tauschexperiment, dass bei vielen Zuschauern für Furore sorgt. Auf Sat.1 tauschen nun eine arme und eine reiche Familie für eine Woche die Wohnungen und den Lebensstil.

Diesmal tauschen die vermögende Simay Büßecke und ihr 18-jähriger Sohn Can aus einem Vorort von Heidelberg mit der Familie Raspa. Während die 43-jährige Marketingexpertin einen Kleiderschrank im Vermögen eines Hauses besitzt und auch sonst tausende Euro pro Woche für Einkäufe ausgibt, müssen die Raspas jeden Cent umdrehen. So haben letztere gerade mal 178 Euro zur Verfügung.

Reich vs. Arm: Diese Familien tauschen ihr Leben - und sorgen für Kopfschütteln

Für die Büßeckes ein Unding, nun müssen Sie für sieben Tage den Gürtel enger schnallen. "Mit zehn Euro Tanken kommen wir nicht mal zum Marktplatz", glaubt die Mutter im Sat.1. Interview. "Normalerweise laufen wir im Supermarkt rum und schmeißen in den Wagen, was wir wollen." Dagegen kann Mutter Ella Raspa kaum glauben, dass sie plötzlich 3.700 Euro in bar für den Wocheneinkauf in Händen hält. "Ich sehe keinen Sinn darin, das Dreifache für Lebensmittel auszugeben", meint sie nur.

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Am Ende kauft sie für genau 200 Euro ein - und gönnt sich anschließend noch einen Besuch bei einem Top-Friseur. Abschließend wird sie von einer Freundin von Büßecke abgeholt, um mal richtig shoppen zu gehen. Währenddessen haben Letztere und ihr Sohn zuhause bei Raspas alle Hände voll zu tun - kochen, putzen und Winterreifen wechseln.

Besonders Sohn Can, der leidenschaftlicher Sneaker-Sammler ist und sich auch gerne mal über teure Schuhe definiert, tut sich schwer mit den Aufgaben: "Für was gibt es Frauen, sag ich jetzt mal. Ich kann keine Kartoffeln schälen. Ich bin ja erst 18 Jahre alt", meint er nur lapidar.

Geld oder Familie: Was zählt wirklich am Ende? TV-Experiment stimmt nachdenklich

Als das Mutter-Sohn-Gespann auch noch Raspas Reinigungsdienst im Wohnhaus übernehmen muss, herrscht Stimmungstief. "Ich habe Kopfschmerzen und wäre lieber im Bett", so Can. "Ich freu mich auf Zuhause, ich habe die Schnauze voll hier." Seine Mutter gibt zu: "Ja, wir haben einen Lagerkoller!"

Auch die dreifache Mutter Ella Raspa hat in der Woche sehr viel gelernt." Ich habe sehr viel über diese Menschen nachgedacht", so die Alleinerziehende. "Auch wie schnell das Geld wieder weg ist (…)" Am Ende habe sie sich trotz des Geldüberflusses von all den Möglichkeiten, die sich ihr boten, überfordert gefühlt. Ihre Kinder seien dagegen ihr ganzes "Glück", das sie zum Leben brauche.

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jp

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