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Glücklich ohne Trauschein? Sie sollten sich dennoch finanziell absichern

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Von: Janine Napirca

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Glückliches Paar mit Schuhen in der Hand geht im Wasser spazieren
Nicht immer findet man das Glück, das für den Rest des Lebens anhält, in nur einem Lebenspartner bzw. einer Lebenspartnerin. © Uwe Umstätter/Imago

Wer nicht verheiratet ist, aber in einer Partnerschaft lebt, sollte finanziell einiges regeln – vor allem, wenn Kinder im Spiel sind.

Viele Paare entscheiden sich heutzutage aus verschiedenen Gründen bewusst gegen eine Heirat. Sei es, weil zahlreiche Ehen unglücklich enden und wieder geschieden werden, eine große Hochzeit zu teuer ist oder das Konzept Bund fürs Leben schlichtweg in die Jahre gekommen ist und nicht mehr in die heutige Zeit passt. Warum auch immer – wenn Sie langfristig in einer Partnerschaft leben, und vor allem wenn Sie gemeinsame Kinder haben, sollten Sie Ihre Finanzen regeln, beispielsweise mithilfe eines Partnerschaftvertrags.

Unverheiratet: kein gesetzlicher Vermögensausgleich nach einer Trennung

Während der Ehepartner bzw. die Ehepartnerin nach einer Scheidung ein Stück weit abgesichert ist, können Unverheiratete hingegen nach einer Trennung vor dem finanziellen Ruin stehen, wie aus einem Bericht der Stiftung Warentest hervorgeht. Dort heißt es ferner, dass beim Zusammenleben nicht verheirateter Paare keine gegenseitigen Unterhaltsansprüche entstehen und bei einer Trennung – im Gegensatz zu einer Scheidung – kein gesetzlicher Vermögensausgleich stattfindet.

Finanzielle Absicherung in einer Partnerschaft vor allem wichtig, wenn man in Teilzeit arbeitet

Besonders Menschen, die in Teilzeit arbeiten, um sich beispielsweise um gemeinsame Kinder kümmern zu können, stehen nach dem Ende einer Beziehung finanziell schlechter da. Häufig sind das Frauen, weshalb 2022 zwei von drei Frauen mehr Geld investieren wollen. Das weibliche Geschlecht ist oft ohnehin durch die Gender Pay Gap finanziell benachteiligt. Darum ist eine finanzielle Absicherung in einer Partnerschaft ohne Trauschein umso wichtiger.

Partnerschaftsvertrag für Unverheiratete: Regeln Sie Ihre Finanzen und sichern Sie Ihr Vermögen

Um bei einem Beziehungs- nicht auch vor dem finanziellen Aus zu stehen und um Streitigkeiten zu minimieren, empfiehlt es sich für Unverheiratete einen Partnerschaftsvertrag abzuschließen. Dem Bericht nach enthält ein solcher Partnerschaftvertrag Rege­lungen zu den Eigentums­verhält­nissen an Vermögens­werten, zur Aufteilung von Vermögen und zu Unter­halts­verpflichtungen sowie zu Ausgleichs­ansprüchen von Schenkungen im Trennungs­fall. Außerdem können in einem Partnerschaftsvertrag erbrecht­liche Fragen geklärt und Voll­machten erteilt werden.

Zudem kann im Partnerschaftsvertrag dem Bericht der Stiftung Warentest zufolge festgelegt werden, wer laufende Kosten, zum Beispiel für Versicherungen, zu tragen hat. Einige Regelungen können Paare ohne einen Notar festlegen. Lediglich wenn es in dem Part­nerschafts­vertrag um eine Schenkung geht oder er die Verpflichtung enthält, ein Grund­stück oder Wohnungs­eigentum zu über­tragen, ist dem Bericht zufolge ein Notar notwendig. (jn)

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