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Minijob als Rentner: Rentenversicherungsbeiträge zahlen bringt Geld wieder rein

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Von: Jasmin Farah

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Etwa 835.000 Rentner haben hierzulande einen Minijob. Viele lassen sich von der Versicherungspflicht befreien. Keine gute Idee, sagen Experten.

Die Zahl der Rentner und Rentnerinnen, die im Ruhestand noch etwas dazuverdienen, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Aufgrund der gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise wird erwartet, dass es noch viel mehr werden. Im vergangenen Jahr sollen es laut dem RedaktionsNetzwerk Deutschland 1,05 Millionen Beschäftigte gewesen sein, die 67 Jahre oder älter waren.

Minijob: Auch für Rentner lohnen sich Rentenversicherungsbeiträge

217.000 Menschen waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt und 835.000 hatten einen Minijob. Während man infolgedessen früher maximal 450 Euro im Monat verdienen durfte, sind es ab 2023 520 Euro im Zuge des dritten Entlastungspakets.

Eine Rentnerin chattet mit Kollegen im Homeoffice.
Büroarbeiten auf 450 Euro-Basis lassen sich auch noch im Alter erledigen. © Rainer Berg/Imago

Seit 2013 sind Minijobs in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig. Hat man einen Minijob, ist das ein Abzug von 16,20 Euro im Monat. Um diesem zu entgehen, lassen sich laut der Deutschen Rentenversicherung die meisten Minijobber von der Versicherungspflicht befreien. Das geht auf Antrag beim jeweiligen Arbeitgeber. Aber: Es sich später anders zu überlegen, ist nicht möglich. Schließlich ist es bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses bindend. Doch infolgedessen verfallen damit auch viele Vorteile, warnt die Deutsche Rentenversicherung, weshalb man sich besser vorher bei der Minijob-Zentral informieren sollte.

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„Sie verzichten damit aber nicht nur auf höhere Rentenanwartschaften, sondern auch auf weitere wichtige Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung“, erklären die Experten. 15 Prozent des Beitrags übernimmt der Arbeitgeber. Minijobber zahlen dann meist noch 3,6 Prozent ihres Gehalts zusätzlich in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Übrigens. Die Zeit, die Sie in diesem Beschäftigungsverhältnis verbringen, wird später bei der Mindestversicherungszeit für eine Rente mit angerechnet – und zwar für die Altersrente, eine mögliche Erwerbsminderungsrente und eine Hinterbliebenenrente.

Minijob als Rentner: Rentenversicherungsbeitrag zahlen und Geld zurückerhalten

Auch Rentner und Rentnerinnen, die noch über die reguläre Altersgrenze hinaus einem Minijob nachgehen, können freiwillig eigene Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen und damit die Altersbezüge steigern. Wer also 450 Euro im Monat bekommt und einen Rentenversicherungsbeitrag von 16,20 Euro zahlt, steigert die Rente nach einem Jahr um etwa fünf Euro, berichtet die Deutsche Rentenversicherung weiter. Das bedeutet abschließend, dass man in weniger als vier Jahren das Geld aus den gezahlten Beiträgen wieder drin hat.

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