Verbraucherzentrale enthüllt

Das ist der größte Irrtum über die Befreiung vom Rundfunkbeitrag

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Für viele Deutsche ist der Rundfunkbeitrag noch immer ein großes Mysterium.

Die deutschen Haushalte sind seit Januar 2013 verpflichtet, den Rundfunkbeitrag zu entrichten. Doch es herrscht noch immer Verwirrung darum. Eine Verbraucherschützerin klärt auf.

Nicole Mertgen von der Verbraucherzentrale Bremen berät Bürger bei vielen Problemen. So auch rund um Fragen zum Rundfunkbeitrag. Dabei kommt es immer wieder zu Annahmen bzw. Irrtümern, was die einstige "GEZ"-Gebühr betrifft. Durch die Umstellung im Januar 2013 auf den Rundfunkbeitrag, der nun an den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio entrichtet wird, scheinen einige Deutsche noch immer verwirrt – und wissen nicht, wann sie wie handeln müssen bzw. welche Rechte sie haben.

Rundfunkbeitrag: Selbst handeln lautet die Devise

So betont die Verbraucherschützerin gegenüber dem Weser Report einmal mehr, wie wichtig es sei, auf Post vom Beitragsservice auch zu reagieren. Schließlich sind alle deutschen Haushalte gesetzlich dazu verpflichtet, sich selbst bei diesem anzumelden und mitzuteilen, wer in der Wohnung lebt und den Beitrag entrichtet. Es sei schon oft passiert, so Mertgen, dass es bei manchen Verbrauchern ein böses Erwachen gab, da Mahnungszahlungen auf Sie zugekommen sind.

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Falls allerdings bereits ein Bewohner den Beitrag für die gemeinsame Wohnung bezahlt, liege es in der Verantwortung des Betroffenen, der die Nachzahlung leisten soll, den Beitragsservice darüber aufzuklären. Wenn er etwaige Beitragszahlungen oder gar einen Befreiungsgrund nachweisen könne, könne ihn die Verbraucherzentrale dabei unterstützen, dies klarzustellen, sagt Mertgen. Andernfalls trudelt der Festsetzungsbescheid ein und falls es zum Äußersten kommt, sogar die Zwangsvollstreckung.

Verbraucherschützerin erklärt: Pro Wohnung muss einer zahlen

Daher ist es ratsam, sich nach einem Umzug frühzeitig beim Beitragsservice zu melden – auch wenn Sie weder Radio noch PC oder dergleichen besitzen. Hier liege nämlich der größte Irrtum vieler Bürger vor, warnt die Verbraucherschützerin. "Es reicht nicht zu sagen, dass ich kein Radio, Fernseher, Autoradio und so weiter besitze und auch gar kein Fernsehen möchte. Pro Wohnung muss jemand bezahlen", erklärt die Betreuerin.

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Doch es gebe auch verzwacktere Fälle, die nicht ganz so eindeutig seien, räumt sie ein. "Manchmal haben wir es, dass in einer Familie eine Person eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag besitzt und andere aus der Wohnung aber Gehalt beziehen. Sie denken dann, dass sie nicht zahlen müssen, weil es die Befreiung gibt. Aber das stimmt nicht. Derjenige, der zahlen kann, muss sich sogar aktiv darum kümmern, dass der Beitrag entrichtet wird."

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jp

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