"Story im Ersten" enthüllt

Amazon am Pranger: Diese Produkte sollen Kunden in Lebensgefahr bringen

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Der Online-Versandriese erfährt gerade von vielen Seiten heftige Kritik.

"Die Story im Ersten" hat Amazon unter die Lupe genommen - und dabei Ungeheuerliches entlarvt. So soll nicht nur mangelhafte, sondern sogar gefährliche Ware angeboten werden.

Rund 40 Mal im Jahr bestellen Kunden bei Amazon, der Umsatz, den der Online-Versandriese in Deutschland generiert, soll von Jahr zu Jahr ansteigen. Die Deutschen lieben das Online-Shopping - kein Wunder, geht es doch schnell und ist bequem.

Doch in den vergangenen Monaten kam der Konzern immer wieder in die Kritik - vor allem wegen seiner angeblichen, miserablen Mitarbeiter-Politik. Doch die "Story im Ersten" hat nun noch mehr zu Tage gebracht: In der Dokumentation sprechen die Reporter von teils gefährlichen Produkten und Plagiaten aus China. 

China-Plagiate, lebensgefährliche Kosmetik & Co.: Amazon steht unter Druck

Unter anderem sollen sie während ihrer Recherche herausgefunden haben, dass der Konzern vor allem über seinen "Marketplace" einige Fälschungen verkaufen würde, die teils sogar die Sicherheit der Kunden gefährden würden. Allen voran Ersatzteile für Autos, wie Bremsen, Stoßdämpfer oder Bremsschläuche. Diese würden Kunden zu Schnäppchenpreisen im Online-Handel kaufen und dann in der Werkstatt verbauen lassen.

Doch diese hätten qualitative Mängel, was für Kunden am Ende gefährlich enden könnte, kritisiert ein Kfz-Mechaniker in der Sendung. Doch es kommt noch dicker: Auch die Elektronik, die über die Amazon-Plattform verkauft werde, käme teils aus China und falle bei Tests regelmäßig durch, heißt es weiter. Der Verband der Elektrotechnik soll den nachgemachten Handys & Co. sogar als "potenziell lebensgefährlich" einschätzen. Deshalb rät sie dringlich dazu, stets beim Kauf auf ein unabhängiges Prüfzeichen von einem dritten Prüfungsinstitut zu achten.

Video: Tag der offenen Tür bei Amazon - Woher kommen unsere Bestellungen?

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Kosmetikprodukte auf Amazon seien ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, so die Reporter. Schließlich fanden sie heraus, dass sich darin Inhaltsstoffe befinden, die für den deutschen Markt gar nicht zugelassen sind! Dies soll eine Studie der Drogeriekette Rossmann, welche in Auftrag gegeben wurde, ergeben haben: "Wir haben bei 24 Artikeln 94 Verdachtsfälle gefunden, die so nicht konform mit der gültigen Gesetzeslage sind. Amazon wird nicht kontrolliert. Das ist kein fairer Wettkampf", beschwert sich der Sohn des Firmengründers im Bericht. Oftmals würden Händler diese umgehen, in dem sie einfach gar keine Angaben über die Inhaltsstoffe auf den Verpackungen angeben würden. Besonders "lecker": So soll die Studie in einem Produkt sogar gefährliche multiresistente Keime entdeckt haben.

Amazon-Eigenmarken: reine Flop-Produkte? Es hagelt Kritik in den USA

Amazon weist diese Anschuldigungen allerdings weit von sich und verweist im Bericht darauf, dass alle Produkte "nach deutschem Recht zum Verkauf zugelassen" seien und versichert außerdem, dass "nur Originalware als solche angeboten" werde. Falls aber Fälschungen entdeckt würden, würden auch entsprechende Maßnahmen eingeleitet, erklärte eine Sprecherin schon einmal gegenüber Stern Online.

Doch auch in den USA hagelt es seit kurzem wieder Kritik - und zwar geht es um die Technik-Produkte der Amazon-Eigenmarken. Diese seien laut dem US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg totale Flops. Demnach sollen 23.000 Produkte untersucht worden sein, die, obwohl sie auf der Plattform Kunden bevorzugt angezeigt wurden, dennoch wenig Umsatz brachten. Einzig bei günstigen Batterien griffen die Kunden beherzt zu.

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jp

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