Auf dem Land

Immer mehr Filialen schließen: So werden Sie abgezockt, wenn Sie Ihrer Bank fremdgehen

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Geld abheben bei fremden Banken kann mächtig ins Geld gehen.

Immer mehr Banken schließen Filialen oder bauen Geldautomaten ab - besonders in ländlichen Regionen. Wo Kunden bei Fremdbanken noch günstig Geld abheben können, hier.

Es ist für viele Deutsche ärgerlich - besonders, wer auf dem Land wohnt. Immer mehr Banken und Sparkassen schließen Filialen und bauen sogar Geldautomaten ab. Das ist nervig, vor allem, wenn die nächste Bank bzw. der nächste Geldautomat kilometerweit entfernt ist. Schnell Geld abheben und Semmeln beim Bäcker um die Ecke kaufen, ist für einige Bürger mit viel Zeitaufwand verbunden.

Geldautomaten von Banken - Gebühren steigen an

Geldautomaten von Fremdbanken sollen hier Abhilfe schaffen - so stellen immer öfter spezialisierte Automatenbetreiber ihre Geräte auf. Allerdings gibt es einen Haken: Sie verlangen teils hohe Gebühren fürs Geldabheben. Doch die Kosten variieren sehr stark - so liegen die Preise zwischen 1,95 und 7,99 Euro. ING-Diba, DKB und Volkswagen Bank begnügen sich mit "nur" 1,95 Euro, wenn Sie Geld mit einer fremden Girokarte abheben. Das Problem nur: Von ihnen gibt es nicht so viele Automaten.

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Bei Automaten der Großbanken sowie Sparkassen müssen sich Kunden auf mittelhohe Beträge einstellen - meist pendeln sich diese auf circa fünf Euro ein. Zum Vergleich: Das Entgelt beim Bankhaus August Lenz und bei Cardpoint beträgt dagegen fast das Maximum - und zwar bis zu acht Euro. Das Pikante daran: Schon vor ein paar Jahren hatten sich die meisten Privatbanken darauf geeinigt, nur noch 1,95 Euro Gebühr zu verlangen.

Gesetzlich vorgeschriebene Höchstgrenze fürs Fremdabheben - doch keiner will sich dran halten

Auch eine gesetzlich vorgeschriebene Höchstgrenze fürs Fremdabheben, wie Verbraucherschützer forderten, wurde nicht eingeführt. Stattdessen wurden fremde Kunden von privaten Banken wieder verstärkt zur Kasse gebeten. Ein Grund könnte sein, dass Geldabhebungen fremder Kunden nur einen kleinen Anteil ausmachen. "Insgesamt sind gerade einmal zwei Prozent der Abhebungen an unseren Auto­maten Fremd­abhebungen", erklärte schließlich unter anderem die Commerzbank.

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jp

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