Battle Royale

"Fortnite"-Profi Jarvis lebenslang gesperrt - berühmter Streamer fordert Sonderbehandlung

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Wer in "Fortnite" betrügt, muss mit harten Strafen rechnen.

Für den 17-jährigen Streamer endet damit seine bis dato erfolgreiche "Fortnite"-Karriere. Ein Streamer-Kollege fordert eine geringere Strafe.

  • Youtuber Jarvis mit zwei Millionen Abonnenten lebenslang bei "Fortnite" gesperrt
  • "Fortnite"-Profi entschudligt sich tränenreich in Video
  • Berühmter Streamer-Kollege unterstützt Jarvis 

Wer in "Fortnite" cheatet, wird gebannt. Wer sich dabei filmt, wie er mit einem Aimbot eine Partie spielt, bekommt eine lebenslange Sperre. So sind die Regeln von Epic Games für das Battle-Royale-Spiel. Anfang November 2019 hat es nun einen erfolgreichen "Fortnite"-Profi erwischt, dieser steht nun vor den Trümmern seiner Karriere.

"Fortnite"-Profi Faze Jarvis nutzt verbotene Zielhilfen

Betroffen ist der Streamer Jarvis, der zwei Millionen Youtube-Abonnenten vorweisen kann. Entwickler Epic hat ihn gesperrt, weil er mit seinem zweiten "Fortnite"-Account unerlaubte Zielhilfen verwendet hat. In dem mittlerweile gelöschte Video spricht Jarvis offen über die Verwendung des Cheat-Tools.

Einen wirklichen Vorteil wollte sich Jarvis in "Fortnite" nach eigener Aussage nicht verschaffen. In einem tränenreichen Entschuldigungsvideo erklärte er seinen Fans, dass er lebenslang gesperrt wurde und warum er den Aimbot verwendet hat.

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"Fortnite": Jarvis bezeichnet Einsatz von Aimbot als Dummheit

Er habe das Cheat-Tool im Solo- sowie im Playground-Modus verwendet. Er dachte, die Videos dazu wären unterhaltsam und interessant für seine Fans. Es sei ihm nicht in den Sinn gekommen, dass er dafür lebenslang bei "Fortnite" gesperrt werden könnte. Es sei das erste und einzige Mal gewesen, dass er einen Aimbot eingesetzt habe. In kompetitiven Modi habe er nie die verbotene Zielhilfe verwendet.

Weiter sagt er, es sei ein großer Fehler gewesen. Cheaten in Spielen sei grundlegend falsch, und niemand sollte dies machen. "Das zu tun, ist so eine dumme Sache", erklärt Jarvis. Er hätte mehr Acht auf die Community-Richtlinien und den Endbenutzer-Lizenzvertrag geben sollen. In dem Vertrag steht deutlich, dass Cheaten verboten ist und Epic Games dies bestraft.

"Fortnite": Epic Games versteht keinen Spaß bei Cheatern

Epic Games verfolge eine Null-Toleranz-Politik für den Einsatz von Cheat-Tools, erklärte ein Sprecher des Unternehmens der Gaming-Website Polygon. "Wenn Spieler Zielbots oder andere Cheat-Technologien benutzen, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen, ruinieren sie Spiele für andere, die fair spielen", führte er weiter aus.

Im Endbenutzer-Lizenzvertrag steht deutlich, dass der Einsatz von Cheats, Bots, Skripten oder Mods, die nicht von Epic autorisiert sind, verboten sind. Vor allem solche, die Spielern einen Vorteil gegenüber anderen verschaffen.

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"Fortnite": Ninja steht Jarvis zur Seite und fordert geringere Strafe

Kurz nach der Sperre für Jarvis hat sich auch der berühmte "Fortnite"-Streamer Ninja zu Wort gemeldet. In einem Video sagte, dass die Strafe zu hoch sei. "Er ist noch immer sehr jung. Das ist ein dummer Junge, der einen dummen Fehler gemacht und nicht drüber nachgedacht hat. Aber es war kein Turnier, es war kein Cash-Cup", erklärte er.

Eine Strafe für drei bis sechs Monate sei Ninjas Meinung völlig ausreichend. Er ist außerdem der Ansicht, dass ein erfolgreicher Youtuber eine Sonderbehandlung von Epic Games erfahren sollte. Eine lebenslange Sperre komme einem vorzeitigen Ende von Jarvis Streaming-Karriere gleich, da dieser dank "Fortnite" groß geworden sei und kein anderes Spiel auf seinem Kanal gespielt hätte. Ein Wechsel sei nun schwierig.

Mit seiner Aussage wolle Ninja kein Mitleid für Jarvis provozieren, sondern realistisch darlegen, was eine lebenslange Sperre für einen Streamer bedeute.

Umfrage: Cheaten in Spielen, wer hat es bereits getan?

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anb

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*ingame ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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