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Diablo Immortal wegen „Pay-to-Win“-System von Spielern abgestraft

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Von: Ömer Kayali

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Diablo Immortal Key-Art.
„Diablo Immortal“ ist vor kurzem erschienen. © Blizzard

Das kürzlich veröffentlichte „Diablo Immortal“ bekommt von Spielern extrem schlechte Bewertungen. Sie werfen dem Spiel ein „Pay-to-Win“-System vor.

„Diablo Immortal“ ist bereits seit der ersten Sekunde sehr umstritten unter den Fans der Reihe. Schon während der Ankündigung wurde das Spiel als „verspäteter Aprilscherz“ abgestempelt, da es sich um ein Mobile Game handelt. Für „Diablo“-Fans ein No-Go, da sie sich eine Version für PC wünschen – diese wird bald mit „Diablo 4“ veröffentlicht. Jetzt ist aber erstmal „Diablo Immortal“ erschienen. Während Kritiker recht gute Noten vergeben, sind Spieler allerdings überhaupt nicht zufrieden. Auf dem Bewertungsportal metacritic liegt der User Score bei 0.5 von maximal 10 Punkten – eine der schlechtesten Bewertungen aller Zeiten. Grund für die Aufregung sind die Mikrotransaktionen, ohne die der Fortschritt extrem verlangsamt wird.

„Diablo Immortal“: 100.000 Euro für die beste Ausrüstung

Die meisten Spieler scheinen mit „Diablo Immortal“ eigentlich ziemlich viel Spaß zu haben und sie sind mit der Umsetzung als mobile Version für Smartphones und Tablets größtenteils zufrieden. Doch die Ingame-Käufe sind der größte Störfaktor. „Diablo Immortal“ ist zwar kostenlos spielbar und alle Inhalte stehen prinzipiell auch kostenlos zur Verfügung. Allerdings offenbart sich die aggressive Preispolitik am Ende des Spiels – vor allem dann, wenn man versucht, an die stärksten Ausrüstungsgegenstände zu gelangen und bei kompetitiven Ranglisten-Duellen gegen andere Spieler zu bestehen.

Wer seinen Charakter vollständig aufrüsten möchte, müsse laut dem YouTube-Kanal „Bellular News“ etwa 100.000 Euro zahlen oder mehrere Jahre spielen. Der Twitch-Streamer „Quin69“ hat demonstriert, wie frustrierend dieses Mikrotransaktions-System von „Diablo Immortal“ sein kann: Er hat fast 4.000 US-Dollar für Ingame-Käufe ausgegeben und nicht einen einzigen legendären Edelstein mit 5 Sternen erhalten – die Edelsteine erhöhen die Wahrscheinlichkeit, die besten Ausrüstungsgegenstände zu bekommen.

Es ist unklar, ob Blizzard auf die negativen Bewertungen der Spieler reagieren wird. Doch falls die Entwickler keine Änderungen vornehmen, wird „Diablo Immortal“ den Ruf als „Pay-to-Win“-Spiel nicht loswerden. (ök)

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