Eine Wiederbelebung scheiterte

17-Jähriger Gamer stirbt vor dem PC - Vater findet ihn nach Zock-Orgie

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Ein 17-Jähriger starb beim Videospielen

Im asiatischen Raum ist Videospielsucht ein ernstzunehmendes Problem. Einem 17-Jährigen wurde diese Sucht nun zum Verhängnis. Er starb während des Zockens am PC.

  • Ein 17-Jähriger Gamer stirbt nach tagelangem Zocken.
  • Der Vater findet den eigenen Sohn tot auf.
  • Der Tod des jungen Gamers soll eine Warnung an andere Eltern sein.
  • Dies ist nicht der erste Todesfall dieser Art in Asien.

In der thailändischen Stadt Udon Thani musste das Elternpaar der Familie Harikun eine schreckliche Entdeckung machen. Ihr erst 17-jähriger Sohn Piyawat war beim Videospielen gestorben. Der Vater Jaranwit fand den jungen Gamer regungslos vor seinem Schreibtisch – ein Horrortrip für jeden Elternteil.

Zunächst vermutete der Vater, dass sein 17-jähriger Sohn vor dem PC eingeschlafen sei. "Ich rief seinen Namen und sagte 'wach auf', aber er antwortete nicht. Dann sah ich, dass er tot war." Der Air-Force-Offizier versuchte seinen Sohn wiederzubeleben, doch ohne Erfolg.

Wie der britische Mirror berichtet, hatte Piyawat schon seit längerer Zeit ein Problem mit seiner Gamingsucht. Er verließ kaum noch sein Zimmer und Essensreste stapelten sich neben seiner Tastatur. Sein Vater warnte ihn mehrfach davor, zu lange zu zocken. Leider stießen diese Warnungen auf taube Ohren. Der 17-Jährige starb an einem Schlaganfall, welcher in Zusammenhang mit dem exzessiven Zocken des jungen Gamers stehen soll.

17-jähriger Gamer stirbt am Schreibtisch - Vater setzt ein Zeichen

Seinen Sohn konnte er nicht mehr vor seinem schrecklichen Ende bewahren. Der Tod seines Sprösslings soll nun allerdings ein abschreckendes Beispiel für andere Eltern sein, deren Kinder ebenfalls unter Videospielsucht leiden. Auch betroffene Gamer wolle er ansprechen:

"Ich möchte, dass der Tod meines Sohnes ein Beispiel und eine Warnung für die Eltern ist, deren Kinder videospielsüchtig sind. Sie müssen ein Auge auf die Spielzeit ihres Kindes haben. Ansonsten könnten ihre Kinder genauso enden wie mein Sohn."

Videospielsucht: 17-Jähriger nicht der einzige tote Gamer

Leider ist der 17-jährige Piyawat Harikun nicht der einzige Todesfall, der mit Videospielsucht in Zusammenhang steht. In Asien tauchen immer wieder Medienberichte auf, denen zufolge Gamer ungewöhnlich viel Zeit vor dem PC saßen und im schlimmsten Fall daran sterben. Nicht selten verbrachten die Opfer mehrere Tage im Internetcafé mit Spielen wie World of Warcraft oder Diablo. Anschließend versagten ihre Körper durch Erschöpfung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkannte Videospielsucht im vergangenen Jahr offiziell als Krankheit an. Für den 17-jährigen Piyawat kommt diese Einschätzung jedoch zu spät. Dennoch scheint Videospielsucht auch in anderen Ländern Aufmerksamkeit zu erregen. Wie ingame.de* berichtet, wurde Epic Games erst kürzlich von einer Mutter verklagt, weil Fortnite süchtig machen soll. Auch Stiftung Warentest äußert sich kritisch. Auf ingame.de* lesen Sie mehr über die Gründe, warum Fortnite und Co. nicht für junge Gamer geeignet seien.

*ingame.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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