Australien

Ausgestorbene Tierart: Tasmanische Teufel kehren zurück ‒ nach 3.000 Jahren

Tasmanische Teufel wurden erstmals seit 3000 Jahren auf dem australischen Festland geboren.
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Tasmanische Teufel wurden erstmals seit 3000 Jahren auf dem australischen Festland geboren.

Tasmanische Teufel waren auf dem australischen Festland ausgestorben. Doch jetzt wird eine neue Population der Beutelraubtiere dort sesshaft.

Zum ersten Mal seit mehr als 3000 Jahren sind auf dem australischen Festland Tasmanische Teufel in freier Wildbahn zur Welt gekommen. Sieben Babys - auch als „Joeys“ bezeichnet - wurden in einem Schutzgebiet in New South Wales geboren, wie die australische Tierschutzorganisation Aussie Ark auf Instagram mitteilte.

„Wir haben unermüdlich fast zehn Jahre daran gearbeitet, Teufel in die Wildnis auf dem australischen Festland zurückzubringen mit der Hoffnung, dass sie eine zukunftsfähige Population aufbauen. Als sie zurück waren, hing es ganz von ihnen ab“, schrieb Aussie Ark zu dem Video, in dem die „Joeys“ zu sehen sind.

Ende 2020 brachte die Organisation laut der Nachrichtenagentur Reuters 26 erwachsene Tasmanische Teufel in die Wildnis, aus denen jetzt der Nachwuchs hervorgeht. Die Beutelraubtiere waren auf dem australischen Festland ausgestorben, weil sie von Dingo-Wildhunden gejagt wurden. Seitdem sind sie nur noch auf der australischen Insel Tasmanien in freier Wildbahn anzutreffen, wo es keine Dingos gibt. Auf der Insel sind sie laut Aussie Ark das größte Raubtier.

Australien: Tasmanische Wildteufel vom Aussterben bedroht

Aber auch auf Tasmanien geht ihre Population seit den 1990er-Jahren zurück, weil sie von einer ansteckenden Gesichtstumorkrankheit betroffen ist. Sie gelten als bedrohte Art und sind vom Aussterben bedroht. Laut Reuters befinden sich schätzungsweise weniger als 25.000 ihrer Art in freier Wildbahn.

Tasmanische Teufel sind die größten noch nicht ausgestorbenen Beutelraubtiere - sie tragen also ihren heranwachsenden Nachwuchs in einem Beutel bei sich. Sie werden auch Beutelteufel genannt. Die Bezeichnung „Teufel“ rührt einerseits von den Fauch- und Schreigeräuschen her, die die Tiere von sich geben und die auch aus großer Entfernung zu hören sind.

Zum anderen trugen die Ohren des Tiers dazu bei, die sich bei Aufregung durch starke Durchblutung rot färben. Zudem setzen die Teufel Gestank frei, wenn sie sich aufregen.

Beutelteufel gleichen von ihrer Körpergröße einem kleinen Hund. Ihr Körperbau wirkt rattenartig, während ihr Kopf durch den ausgeprägten Kiefer an den eines Bären erinnert. Die Teufel sind Fleischfresser und ernähren sich hauptsächlich von Aas, jagen aber auch teilweise selbst.

Mit ihrem starken Kiefer können sie laut Aussie Ark auch Knochen, Fell und Exoskelette verzehren. Sie sind bekannt für ihr neugieriges, aber auch aggressives Verhalten ihrer Beute gegenüber. (ial)

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