Projekt von Elon Musk

„Starlink“-Satelliten von SpaceX - diese Woche wird Nachschub ins All geschossen

Die „Starlink“-Satelliten von SpaceX sind heute wie eine „Lichterkette“ über Deutschland zu sehen. Wann die Satelliten zu sehen sind.

  • SpaceX schickte Anfang Januar 60 „Starlink“-Satelliten für schnelles Internet ins All
  • Die Satelliten leuchten zu hell und stören Astronomen bei der Arbeit - ein großes Problem
  • Derzeit sind die Satelliten abends als „Lichterkette“ über Deutschland zu sehen - Beobachtungstipps

Update vom 28.01.2020, 09.10 Uhr: Die 180 „Starlink“-Satelliten, die bereits um die Erde kreisen, bekommen Verstärkung: 60 weitere Satelliten will SpaceX morgen in eine Erdumlaufbahn schießen. Für 15.06 Uhr am 29. Januar 2020 ist der Start geplant.

Update vom 27.01.2020, 9.00 Uhr: Auch heute Abend sind wieder „Starlink“-Satelliten am Himmel über Deutschland zu sehen: Sie ziehen gegen 17.53 Uhr von Nordwesten nach Osten über das Rhein-Main-Gebiet. Wer bereits einige Minuten früher zum Himmel schaut, kann außerdem die ISS sehen: Sie zieht um 17.41 Uhr von Südwesten nach Nordosten über den Himmel des Rhein-Main-Gebiets. Außerdem war für heute ein weiterer „Starlink“-Start geplant, der mittlerweile auf morgen (28.1.2020) verschoben wurde. Um 15.28 Uhr soll am Dienstag die „Falcon 9“-Rakete mit den 60 Satelliten starten.

Update vom 25.01.20 20, 18.03 Uhr: Am heutigen Abend ziehen die „Starlink“-Satelliten erneut über das Rhein-Main-Gebiet. Wer um 18.36 Uhr in den Nordwesten schaut, könnte sehen, wie sie wie an einer Schnur aufgezogen über den Himmel, in Osten, ziehen.

Update vom 25.01.2020, 6.30 Uhr: Auch heute früh kann man die „Starlink“-Satelliten von SpaceX wieder über dem Himmel in Deutschland sehen. Genauer: um 6.48 Uhr ziehen sie über das Rhein-Main-Gebiet, von Westen nach Nordosten.

Update vom 24.01.2020, 12.45 Uhr: Wer in den vergangenen Tagen abends zum Himmel geschaut hat, hat sie vielleicht gesehen: Satelliten, die wie eine Kette angeordnet über den Himmel ziehen. Heute Abend kann man die „Starlink“-Satelliten von SpaceX wieder am Himmel sehen. Gegen 18.10 Uhr (Zeit für den Beobachtungsstandort Frankfurt), sie fliegen von Westen nach Osten über den dunklen Abendhimmel. Das Spektakel dauert insgesamt etwa fünf Minuten. 

„Starlink“-Satelliten von SpaceX ziehen von Westen nach Osten über den Himmel

Update vom 24.01.2020, 6.15 Uhr: Heute früh sind die „Starlink“-Satelliten von SpaceX am Morgenhimmel zu sehen. Sie ziehen (vom Beobachtungsstandort Frankfurt aus gesehen) um etwa 7.47 Uhr von Westen nach Osten über den Himmel, der langsam hell wird.

Update vom 23.01.2020, 12.30 Uhr: Am heutigen Donnerstag werden die Satelliten für die „Starlink“-Konstellation von SpaceX wieder am Himmel über Deutschland zu sehen sein. Wer am Morgen aufmerksam war, konnte sie vielleicht schon sehen: Um 7.32 Uhr zogen die „alten“ Satelliten (die 2019 gestartet sind), über den Morgenhimmel. Am Abend (gegen 17.45 Uhr in Frankfurt) ziehen die Satelliten, die Anfang Januar gestartet sind, von Westen nach Osten über den Himmel. Die „Lichterkette“ dürfte relativ hell leuchten.

„Starlink“-Satelliten von SpaceX ziehen über den Himmel - auch in Deutschland zu sehen

Update vom 22.01.2020, 14.00 Uhr: Auch heute Abend kann man die „Starlink“-Satelliten wieder am Himmel über Deutschland sehen. Um etwa 18.55 Uhr (Uhrzeit für den Beobachtungsstandort Frankfurt/Rhein-Main-Gebiet) beginnen die Satelliten nacheinander von West nach Ost über den Himmel zu ziehen. Zu sehen ist eine „Lichterkette“ von Satelliten. (Je nach Beobachtungsstandort kann sich die Zeit verändern, Daten für andere Standorte können Sie z.B. hier berechnen)

Update vom 22.01.2020, 8.00 Uhr: Wer gestern Abend gegen 18.30 Uhr im Rhein-Main-Gebiet zum Himmel geschaut hat, dürfte sie gesehen haben: Dutzende Lichtpunkte, die von Westen nach Osten hoch über den dunklen Himmel gezogen sind. Die „Starlink“-Satelliten, die einer nach dem anderen über den Himmel huschen, sind für den Beobachter, der sich nicht näher mit der Thematik beschäftigt, sicherlich ein toller Anblick - doch Astronomen sind besorgt: Die vielen Satelliten stören bereits jetzt ihre Arbeit - und in Zukunft sollen es noch deutlich mehr werden.

SpaceX will tausende „Starlink“-Satelliten ins All schicken, um schnelles Internet aus dem Weltall anbieten zu können. Schon für den 24. Januar 2020 ist der Start der nächsten 60 Satelliten geplant. Nach eigenen Angaben will SpaceX dafür sorgen, dass die Satelliten die Wissenschaft nicht beeinträchtigen - doch ob das gelingt, ist noch offen.

So können Sie die „Starlink“-Satelliten von SpaceX heute am Himmel über Deutschland sehen

Update vom 20.01.2020: In nächster Zeit dürfte man von Deutschland aus viele „Starlink“-Satelliten von SpaceX am Himmel sehen. Sie sind in der Regel abends, kurz nachdem es dunkel wird, oder morgens vor Sonnenaufgang am dunklen Himmel zu sehen.

Aktuelle Beobachtungszeiten für den Standort Frankfurt am Main:

  • 20. Januar 2020, 17.57 Uhr, sie fliegen von Südwesten nach Osten
  • 21. Januar 2020, 18.18 Uhr, sie fliegen von Westen nach Osten
  • 22. Januar 2020, 18.40 Uhr, sie fliegen von Westen nach Nordosten
  • 23. Januar 2020, 17.45 Uhr, sie fliegen von Westen nach Osten
  • 24. Januar 2020, 7.47 Uhr, sie fliegen von Westen nach Osten
  • 24. Januar 2020, 17.48 Uhr, sie fliegen von Westen nach Osten
  • 25. Januar 2020, 6.54 Uhr, sie fliegen von Südwesten nach Osten

Beobachtungszeiten für andere Standorte können z.B. über diesen Rechner ermittelt werden.

„Lichterkette“ am Himmel über Deutschland: „Starlink“-Satelliten von SpaceX

Update vom 10.01.2020: In nächster Zeit sind die „Starlink“-Satelliten von SpaceX noch am Himmel über Deutschland zu sehen - meist kurz, nachdem es dunkel wurde.

Aktuelle Beobachtungszeiten für den Standort Frankfurt am Main:

  • 10. Januar 2020, 17.54 Uhr, in Richtung Westen - möglicherweise sind die Satelliten nicht zu sehen
  • 11. Januar 2020, 16.47 Uhr, in Richtung Westen - zu sehen sind die „alten“ „Starlink“-Satelliten
  • 12. Januar 2020, 17.18 Uhr, in Richtung Westen - möglicherweise sind die Satelliten nicht zu sehen
  • 12. Januar 2020, 20.23 Uhr, in Richtung Süden - möglicherweise sind die Satelliten nicht zu sehen
  • 13. Januar 2020, 20.33 Uhr, in Richtung Südwesten - möglicherweise sind die Satelliten nicht zu sehen
  • 18. Januar 2020, 18.33 Uhr, in Richtung Südwesten - zu sehen sind die „neuen“ „Starlink“-Satelliten
  • 20. Januar 2020, 19.48 Uhr, in Richtung Süden - zu sehen sind die „alten“ „Starlink“-Satelliten

Beobachtungszeiten für andere Standorte können z.B. über diesen Rechner ermittelt werden.

Keine Ufos: „Starlink“-Satelliten von SpaceX am Himmel über Deutschland zu sehen

Update vom 09.01.2020: Die neu gestarteten „Starlink“-Satelliten sind derzeit noch nicht über Deutschland zu sehen - dafür kann man die bereits länger im All befindlichen Satelliten momentan wieder am Himmel sehen.

Beobachtungszeiten für den Standort Frankfurt am Main:

  • 9. Januar 2020, 17.27 Uhr, in Blickrichtung Westen
  • 10. Januar 2020, 17.53 Uhr, in Blickrichtung Westen (möglicherweise sind die Satelliten nicht zu sehen)
  • 11. Januar 2020, 16.43 Uhr, in Blickrichtung Westen

Die neuen „Starlink“-Satelliten werden jedoch auch bald am Himmel über Frankfurt am Main auftauchen:

  • 12. Januar 2020, 20.08 Uhr, Blickrichtung Süden (möglicherweise sind die Satelliten nicht zu sehen)
  • 17. Januar 2020, 18.43 Uhr, in Blickrichtung Süden

SpaceX schickt weitere 60 „Starlink“-Satelliten ins All

Erstmeldung vom 07.01.2020: Für SpaceX ist es mittlerweile ein Routineeinsatz: In der Nacht auf den 7. Januar 2020 sind von dem privaten Raumfahrtunternehmen erneut 60 „Starlink“-Satelliten mit einer „Falcon 9“-Rakete ins All gebracht worden. Auch für die erste Stufe der Rakete war der Einsatz Routine: sie ist zuvor bereits drei Mal ins All geflogen - unter anderem bei einer vorherigen „Starlink“-Mission.

Mittlerweile hat SpaceX 180 „Starlink“-Satelliten in Umlaufbahnen um die Erde positioniert - sie sollen in Zukunft für schnelles Internet auch in den entlegensten Winkeln der Erde sorgen. Doch seit dem Start der ersten 60 Satelliten im Mai 2019 sorgen die kleinen Satelliten vor allem für eines: jede Menge Ärger.

„Starlink“-Satelliten von SpaceX sorgen für Ärger

Denn kurz nach dem ersten Start wurde deutlich: die Satelliten leuchten hell am Nachthimmel, wenn sie von der Sonne angestrahlt werden. Zuerst hatte das ein Satellitentracker aus den Niederlanden festgestellt. Er hatte den Zug von vielen Satelliten hintereinander am Nachthimmel per Video dokumentiert und so einen ersten Aufschrei ausgelöst.

Astronomie-Organisationen wie die IAU meldeten sich besorgt zu Wort und Astronomen zeigten, wie die Satelliten ihre Himmelsaufnahmen zerstörten, indem sie mitten hindurch flogen. Auch Radioastronomen zeigten sich besorgt: die Funksignale der neuen Satelliten könnten die empfindlichen Radioteleskope auf der Erde beeinträchtigen und die erdbasierte Beobachtung des Weltalls künftig stark behindern.

Ufo-Meldungen durch SpaceX-Satelliten

SpaceX-Gründer Elon Musk versuchte, zu beschwichtigen, doch der zweite Start von weiteren 60 „Starlink“-Satelliten sorgte nicht für Beruhigung - im Gegenteil. Nun wurden die Satelliten plötzlich auch von Menschen bemerkt, die nichts mit Astronomie oder Raumfahrt am Hut hatten. Die Ufo-Meldestelle CENAP berichtete von zahlreichen Ufo-Meldungen zu einer Zeit, als die Satelliten über Deutschland sichtbar waren.

Mit dem dritten „Starlink“-Start zeigt sich nun endlich etwas Bewegung bei SpaceX: Unter den neuesten Satelliten befindet sich einer, mit dem das Unternehmen testen möchte, ob man die Satelliten so umrüsten kann, dass sie weniger hell leuchten. Dazu wurde eine Seite des Satelliten mit einem Material verkleidet, das ihn dunkler erscheinen lassen soll, als die anderen Satelliten.

SpaceX ist dank „Starlink“ der größte Satellitenbetreiber der Welt

Dieser Schritt ist überfällig, denn nun soll eine Phase beginnen, in der SpaceX regelmäßig und in geringen Abständen weitere Satelliten ins All schicken will. Bereits für Januar 2020 sind zwei weitere Starts mit je 60 Satelliten geplant, in diesem Jahr sollen insgesamt bis zu 20 „Starlink“-Starts stattfinden. Womöglich schon Mitte des Jahres sollen erste Kunden Zugriff auf das Internet aus dem All erhalten, hieß es bei SpaceX. Das Unternehmen hat große Pläne und möchte in den kommenden Jahren Zehntausende Satelliten ins All schicken.

Mit dem nächtlichen Start ist SpaceX über Nacht zum größten Satellitenbetreiber der Welt geworden. An zweiter Position steht Planet Labs, ein Unternehmen, das derzeit rund 150 aktive Satelliten hat. Mit dem neuen „Starlink“-Schub hat SpaceX gleichzeitig auch einen großen Sprung gemacht und ist seinen Wettbewerbern im Bereich „Weltall-Internet“ davongelaufen.

Warum Elon Musk und SpaceX Internet aus dem All anbieten

Doch warum will das Raketen- und Raumfahrtunternehmen SpaceX plötzlich Internet aus dem All anbieten? Dahinter steckt der ursprüngliche Plan von Elon Musk, der auch der Grund für die Gründung von SpaceX war: Musk will die Menschheit „multiplanetar“ machen und den Mars besiedeln. Das Geld, das SpaceX mit seinen Raketenstarts für Kunden - oder auch durch seine Satelliten - verdient, dürfte in die weiteren Schritte fließen, die zum Erreichen dieses Plans nötig sind. Das „Starship“, das Astronauten und Material in Zukunft zum Mars transportieren soll, ist längst in Arbeit*.

Von Tanja Banner

*fr.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Rubriklistenbild: © Gene Blevins/ZUMA Wire/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare