Kritik an Staffel 8

"Game of Thrones": HBO-Boss erteilt Fans eine Abfuhr - so erklärt er sich die Kritik

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HBO-Boss Casey Bloys spricht endlich über die Kritik an Staffel 8 von "Game of Thrones".

Nach ungefähr zwei Monaten des Schweigens äußerte sich HBO nun doch zu der Kritik an der 8. Staffel "Game of Thrones". Einige Fans forderten sogar ein Remake.

Der Aufschrei war nach der 8. Staffel "Game of Thrones" groß. Neun Jahre lang investierten Fans viel Zeit und Emotionen in Charaktere und Theorien. Doch das Ende enttäuschte: Handlungsstränge wurden durchgeboxt, Logiklöcher an jeder Ecke und Charaktere, die nur noch ein Schatten ihrer selbst waren, waren nur einige der Kritikpunkte.

Die 8. Staffel sahnte im Vergleich zu den vorherigen sieben Staffeln die schlechtesten Bewertungen in sämtlichen Medien und Kritikerplattformen ab - doch der Sender und die Drehbuchautoren schwiegen eisig darüber. Einzig die Darsteller sahen sich gezwungen, in die Bresche zu springen und auf Kritik sowie eine Fan-Petition zu reagieren, bei der mittlerweile 1,7 Millionen Zuschauer ein Remake der 8. Staffel fordern.

"Game of Thrones": HBO-Chef meint, Ursache der negativen Reaktionen zu kennen

Nun sah sich HBO-Chef Casey Bloys - vermutlich durch 32 Emmy-Nominierungen gestärkt - doch bemüßigt, über die negativen Reaktionen von Fans zu sprechen. In einem Interview mit TV Line, erklärte er zunächst, dass die Meinung des Varys-Darstellers Conleth Hill nicht teilt. Dieser machte während der San Diego Comic Con die Medien für die negative Rezeption der letzten Staffel verantwortlich: "Ich denke nicht, dass die Medien daran schuld haben", erklärt Bloys.

Seiner Meinung nach sei es einfach unmöglich gewesen, alle Fans zufrieden zustellen: "Das Gute bzw. Schlechte an einer Serie, die so populär war, ist - wenn du dich dem Ende näherst, hat jeder eine bestimmte Idee davon, wie es enden sollte. Und wirklich, das Einzige was zählt ist, dass die Schöpfer die Geschichte erzählt haben, die sie erzählen wollten." Er gehe davon aus, dass auch noch viele Jahre über die Serie diskutiert werden würde: "Es ist ein bisschen wie in der Politik oder Religion - niemand wird den anderen von seiner Meinung überzeugen können."

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HBO-Chef über Petition: "Nichts, was wir jemals in Erwägung gezogen haben"

Während einer Pressetour nahm Bloys zudem zum ersten Mal Stellung zu der Fan-Petition auf Change.org bei der 1,7 Millionen Fans unterzeichnet haben, wie Variety schreibt. Dort wird der Neudreh der 8. Staffel gefordert. "Die Petition zeigt viel Enthusiasmus und Leidenschaft für die Show, aber es war nichts, was wir jemals in Erwägung gezogen haben." Trotzdem gehen seine Argumente an der eigentlichen Kritik vorbei: Die Mehrheit der Fans und Kritiker betont, dass es nicht um das Ende an sich, sondern wie man dorthin gekommen ist, geht. Gleichzeitig erklärt Bloys aber auch, dass der Sender bei der letzten Staffel nur "minimalen" Einfluss hatte - und schiebt damit die ganze Verantwortung auf die Showrunner David Benioff und D.B. Weiss ab.

Benioff und Weiss hingegen gaben seit dem Ende der 8. Staffel keine Interviews mehr und cancelten wenige Tage vor der Comic Con in San Diego ihren Auftritt im "Game of Thrones"-Panel. "Ich habe keine Ahnung (Anm. d. Red.: warum sie das gemacht haben)", meint Bloys dazu. "Aber ich persönlich kann euch sagen, dass ich auch oft (Anm. d. Red.: bei Veranstaltungen) zusage und je näher der Termin rückt, wird mir irgendwann klar: 'Oh, da will ich doch nicht hingehen'."

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