Wie reagiert Netflix?

So will Disney+ das Passwortteilen unmöglich machen - doch es gibt einen Haken

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Disney+ will Passwort-Sharing nicht einfach ignorieren.

Das Teilen von Passwörtern ist Streaming-Diensten wie Netflix und dem bald erscheinenden Disney+ ein Dorn im Auge. Letzterer arbeitet an Möglichkeiten, dies zu verhindern.

HBO Max, Disney+, Netflix und Amazon Prime Video: Die Masse an Streaming-Diensten lässt so manchen Film- und Fernseh-Fan bald traurig in den Geldbeutel blicken. Wer jedoch plant, sich durch das Teilen von Passwörtern ein paar Euro zu ersparen, dem will zumindest Disney+ einen Strich durch die Rechnung machen. Der Streaming-Dienst, der am 12. November 2019 in den USA startet, plant, das Passwortteilen für Nutzer unmöglich zu machen.

Das Problem des Passwortteilens: Disney+ will technische Schwierigkeiten überwinden

Aber wie soll das funktionieren? Netflix sieht das Teilen von Passwörtern ebenfalls nicht gern, doch bisher leitete der Streaming-Dienst keine Schritte ein, dies zu unterbinden. Das dürfte vor allem an der technischen Umsetzung liegen. Wie will man schließlich erkennen, ob es sich um einen tatsächlich zahlenden Kunden handelt, wenn Benutzerdaten und Passwort korrekt eingegeben wurden?

Video: Tipps für einen besseren Schutz Ihrer Daten

Disney+ will sich von dieser Hürde jedoch nicht unterkriegen lassen und zusammen mit dem Kabelnetzbetreiber Charter Communications an Möglichkeiten arbeiten, das Teilen von Passwörtern bei Streaming-Paketen, die Zugriff auf Hulu, ESPN+ und Disney+ beinhalten, zu stoppen. Dieses Vorhaben geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung hervor. Pakete, die von vornherein mehreren Nutzern den Zugang erlauben, sind davon nicht betroffen - ausschließlich eine Nutzung über die maximale Personenzahl hinaus soll hier verhindert werden.

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So will Disney+ erkennen, ob ein Passwort geteilt wurde

Laut ArsTechnica haben Charter und Disney+ noch nicht die Details ausgearbeitet, wie Passwort-Sharing unterbunden werden soll, allerdings stehen ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So könnte Charter die Nutzer seines Breitbanddienstes mit denen des Disney+-Dienstes anhand der IP-Adressen abgleichen. Start-up-Unternehmen wie Synamedia arbeiten zudem an einer Künstlichen Intelligenz, die fremde Account-Nutzer erkennen soll. Dabei spielt unter anderem der geographische Standort eine Rolle, wie Moviepilot berichtet. Ob diese auch bei Disney+ eingesetzt wird, steht noch offen.

Allerdings klingen diese Möglichkeiten noch sehr vage und es ist nicht auszuschließen, dass die technischen Lösungen in der Anfangsphase versehentlich auch zahlende Nutzer sperren. Wie gut diese Maßnahmen letztendlich funktionieren, wird sich spätestens zeigen, wenn der Dienst von Disney online geht. Ebenfalls interessant wird es sein, ob andere Streaming-Riesen wie Netflix darauf reagieren und sich etwas davon abschauen.

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