Kaum auffällig bei der HU

Der VW Golf Sportsvan kommt so schnell nicht in die Jahre

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Vorbildlicher Gefährte: Gebrauchtwagenexperten stellen dem VW Golf Sportsvan gute Noten aus. Foto: Volkswagen AG/dpa-tmn

Der VW-Golf Sportsvan (seit 2014) steht paradoxerweise nicht unbedingt für Sportlichkeit und Coolness. Aber dafür punktet der Gebrauchte mit Zuverlässigkeit und hoher Laufleistung. Ein Überblick:

Berlin (dpa/tmn) - Der VW Golf Sportsvan ist die Hochdach-Variante des Golfs und bei Senioren beliebt: wegen der erhöhten Sitzposition und dem größeren Stauraum. Wie schön, wenn auch mal die Enkel samt Gepäck mitfahren können, ohne dass akute Platzprobleme auftauchen.

Für Gebrauchtkäufer ist das ein Vorteil, denn ältere Fahrer neigen dazu, ihr Auto gut zu pflegen und seltener zu bewegen. Das wirkt sich positiv aufs Abschneiden bei der Hauptuntersuchung (HU) aus.

Modellhistorie: 2013 auf der IAA vorgestellt und seit 2014 als Nachfolger des Golf Plus im Handel. Seit 2016 auch im sportlichen R-Line-Dress zu haben. 2017 kam das Facelift mit überarbeiteten Stoßfängern, mehr Vernetzung sowie Assistenten wie im Golf VII, auf dessen Plattform er aufbaut.

Abmessungen: 4,34 m bis 4,35 m x 1,81 m x 1,62 m bis 1,58 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 590 l bis 1.520 l.

Karosserievarianten: Der Golf Sportsvan ist ein vergleichsweise hochbauendes Schrägheckmodell mit fünf Sitzplätzen. Bei VW fährt es in der Nische zwischen Golf und dem Minivan Touran.

Stärken: Älteren Menschen gefallen und sich nichts zu Schulden kommen lassen. Bei der HU schneidet das Modell in jeder Hinsicht besser ab als der Durchschnitt. Beste Noten für Achsen, Federn und Dämpfern, Bremskomponenten und Beleuchtung. Unter dem Strich schlägt der Sportsvan den normalen Golf, weil der in aller Regel höhere Laufleistungen aufweist.

Schwächen: Gibt es kaum. Allenfalls könnte man dem Sportsvan vorwerfen, falsche Erwartungen zu schüren. Denn ein sportliches Auto ist er nicht, was man am unauffälligen Fahrverhalten oder dem Fehlen wirklich starker Motoren ablesen kann.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt: "Der Golf schneidet gut ab." In der offiziellen Pannenstatistik unterscheidet der Club allerdings nicht zwischen Sportsvan und Basis-Golf. Macht aber nichts, denn Pannenschwerpunkte leistet sich weder der eine, noch der andere.

Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder mit Frontantrieb): 63 kW/85 PS bis 110 kW/150 PS; Diesel (Vierzylinder mit Frontantrieb): 81 kW/110 PS und 110 kW/150 PS.

Marktpreise (laut "DAT Marktspiegel" der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Golf Sportsvan 1.0 TSI (2017); 63 kW/85 PS (Dreizylinder); 34.000 Kilometer; 13.000 Euro. - Golf Sportsvan 1.2 TSI BMT (2014); 81 kW/110 PS (Vierzylinder); 74.000 Kilometer; 9.500 Euro. - Golf Sportsvan 2.0 TDI BMT (2013); 110 kW/150 PS (Vierzylinder); 106.000 Kilometer; 10.050 Euro.

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