1. come-on.de
  2. Leben
  3. Auto

Keine Fahrtkosten: Bald gibts das Solarauto - für nur 6.000 Euro

Erstellt:

Von: Nadja Pohr

Kommentare

Das Solarauto von Squad Mobility
Das Basismodell „Regular“ des Solarautos von Squad Mobility ist für 6.250 Euro ohne Steuern zu haben und kann gegen eine Gebühr von 50 Euro vorbestellt werden. © Joan Villalon/Squad Mobility

Der niederländische Hersteller Squad Mobility startet mit dem Verkauf seines Solarautos. Das Fahrzeug ist nicht nur in der Anschaffung günstig, sondern bietet viele Vorteile.

Breda - Automobilhersteller auf der ganzen Welt arbeiten daran, die Alternativen für Verbrennermotoren voranzutreiben. Die deutschen Autobauer wie Volkswagen und Mercedes-Benz bauen in diesem Zuge reihenweise die Sparten in der Elektromobilität aus. Eine andere Option bietet hingegen das Unternehmen Squad Mobility: Die Niederländer gehen mit einem Solarauto an den Markt.

Kombination aus Roller und Kleinwagen: Solarauto kostet nur 6.000 Euro

Der Hersteller kündigte bereits im November 2019 den Verkauf eines 45 km/h schnellen Solarautos an - nun ist es so weit. Für das Fahrzeug wird nicht einmal ein Pkw-Führerschein benötigt - ein Moped-Führerschein, den man bereits ab 15 Jahren machen darf, reicht aus. In dem Kleinst-Elektroauto haben zwei Personen Platz, es ist preisgünstig und bietet eine Menge weitere Vorzüge.

Das Solarauto von Squad Mobility soll die Vorteile eines praktischen Rollers und eines Kleinwagens kombinieren. Im Gegensatz zu den Modellen des E-Auto-Pioniers Tesla ist das Fahrzeug sehr klein und kompakt gehalten. Das Solarauto misst gerade einmal zwei Meter in der Länge, 1,20 in der Breite und ist 1,60 Meter hoch - ein Parkplatz in der Stadt lässt sich dadurch wohl leicht finden. Das kleine E-Auto verfügt über einen Überrollkäfig aus Aluminium und einem Aufprallschutz am Heck für die Sicherheit der Insassen, wie efahrer.com berichtet.

Das Basismodell „Regular“ ist für 6.250 Euro ohne Steuern zu haben und kann gegen eine Gebühr von 50 Euro vorbestellt werden. Die Türen des Fahrzeugs haben hierbei jedoch keine Fenster, sind allerdings abnehmbar. Eine Preiskategorie höher, der „Pioneer Edition“, sind die Türen mit Fenstern ausgestattet. Der Preis beträgt 7.050 Euro bei einer Bestellgebühr von 500 Euro. Die „Signature Edition“ bietet ebenfalls den Fenster-Vorteil sowie ein zweites Akku-Paket - die Kosten liegen bei 9.300 Euro (5.000 Euro Bestellgebühr). Squad Mobility plant für die Zukunft auch ein größeres Fahrzeug mit vier Sitzen und einer maximalen Geschwindigkeit von 70 km/h. Für dieses Modell wird jedoch ein Pkw-Führerschein Voraussetzung sein.

E-Auto lädt sich zusätzlich durch Solarzellen auf dem Dach auf

Ein großer Vorteil des Solarautos ist der weitestgehende Entfall von Fahrtkosten. Das Fahrzeug wird mit zwei Lithium-Ionen-Akkus betrieben, die austauschbar sind und an jeder Haussteckdose aufgeladen werden können. Böse Überraschungen an Ladestationen bleiben für E-Auto-Fahrer dadurch aus. Die Akkuladung reicht laut Squad Mobility für eine Reichweite von 50 Kilometern und kann durch einen weiteren Akku verdoppelt werden. Zusätzlich zu der Ladung an der Steckdose speist das Auto auch Energie über die Solarzellen auf dem Dach. Dadurch sind weitere 20 Kilometer Reichweite drin.

Im Internet zeigen sich einige User begeistert von dem neuen E-Auto und seinen Vorteilen. „Das ist mal cool“, schreibt eine Nutzerin auf Facebook. „Wo muss man unterschreiben?“, fragt ein anderer beeindruckt. Andere sind jedoch eher skeptisch. „Was mache ich im Winter?“, äußert ein User seine Bedenken. Ein weiterer kritisiert, dass für das Solarauto kein Führerschein benötigt werde. Auch das Aussehen des Fahrzeugs finden viele nicht ansprechend.

Auch interessant

Kommentare