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Gefährlicher Sekundenschlaf: Warnsignale nicht ignorieren

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Eine Frau sitzt erschöpft am Steuer
Müde und unkonzentriert am Steuer? Das kann sehr schnell sehr gefährlich werden. © Christin Klose/dpa-tmn

Nicht immer ist man voll bei der Sache, vielleicht stecken anstrengende Vortage noch in den Knochen oder man muss früher raus. Doch Müdigkeit am Steuer ist gefährlich. Achtsamkeit und regelmäßige Pausen helfen.

München - Uaahh, sind Sie auch so müde? Kein Problem, Sie sitzen gerade ja auch nicht hinter dem Steuer. Wem aber dort für nur zwei Sekunden die Augen zufallen, der legt bei Tempo 100 schon 56 Meter im Blindflug zurück, so der Tüv Süd. Zufallende Augen, plötzliches Erschrecken und ruckartige, unwillkürliche Bewegungen des Kopfes sind Anzeichen dafür, dass man bereits im Sekundenschlaf war.

So weit darf es nicht kommen, weshalb spätestens auf akute Warnzeichen des Körpers zu achten ist: häufiges Gähnen, Augenreiben, plötzliches Frösteln, ein ausgeprägtes Bewegungsverlangen und wenn man beginnt, etwa auf dem Sitz hin- und her zu rutschen.

Spätestens dann ist der nächste Parkplatz anzusteuern, um ein kurzes Nickerchen zu machen, so die Prüforganisation. „Alles andere kuriert nur an Symptomen“, sagt Eberhard Lang vom Tüv Süd. Nach einer Pause von zehn bis 20 Minuten könne es dann weiter gehen.

Regelmäßige Pausen einlegen

Bei längeren Fahrten sollte man spätestens nach zwei Stunden die erste Pause machen, lautet eine Faustregel. Besonders hoch ist die Gefahr für Sekundenschlaf etwa, wenn die Fahrt entgegen der inneren Uhr angetreten werde. Zwischen zwei und fünf Uhr morgens sowie am Nachmittag gegen 14 Uhr befinde sich der Mensch in einem biologischen Tief. Bei starker Müdigkeit lässt nicht nur die Konzentration nach, sondern auch die Reaktionsfähigkeit. Zudem überschätzten Fahrer ihre Fähigkeiten. dpa

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