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Zetsche zur Zukunft der Autos

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Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter von Mercedes-Benz Cars
Konzernlenker mit Tendenz zum autonomen Fahren: Dieter Zetsche. © dpa

Dieter Zetsche ist seit 2006 Vorstandsvorsitzender von Daimler. In den letzten Jahren hat sein Konzern wieder aufgeholt, sogar das China-Geschäft läuft.

Er hat den Stern wieder zum Leuchten gebracht. Dieter Zetsche, seit 2006 Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, startete zunächst mit der neuen A-Kompaktklasse durch und spätestens seit dem höchst erfolgreichen Launch der S-Klasse stimmen bei den Stuttgartern nicht mehr nur die Absatzzahlen. Auch bei der Entwicklung von neuen Technologien sind die Autos mit dem Stern wieder in der Pole-Position. Wir sprachen am Rande der Automesse Shanghai 2015 mit Dieter Zetsche.

Was den chinesischen Markt angeht, ist der Konzernlenker aus Daimler-Sicht optimistisch, auch wenn Wirtschafts-Auguren die Lage nicht mehr ganz so positiv beurteilen wie noch vor einiger Zeit.

„China war 2014 für uns der zweitgrößte Markt der Welt nach den USA – noch vor Deutschland, aber schon in den nächsten Jahren wird das Reich der Mitte für uns die Nummer eins sein“, schätzt der Daimler-Boss die Lage ein. Das Ziel: Schon 2015 sollen dort mehr als 300.000 Fahrzeuge verkauft werden. Zetsche: „Obwohl sich die Wachstumsdynamik insgesamt abgeschwächt hat, sind wir sehr zufrieden. Es ist nach wie vor ein starkes Momentum im chinesischen Markt.“

Produziert wird für das Reich der Mitte natürlich auch im Reich der Mitte. Rund 50 Prozent der verkauften Fahrzeuge stammen bereits jetzt aus chinesischen Werken. Ziel sind sogar zwei Drittel. Eine stärkere Produktion im Ausland weckt in Deutschland natürlich immer auch Ängste vor dem Jobabbau. Zetsche beruhigt: „Also ein Drittel wird dann ja nach wie vor woanders produziert, das sind ja auch Jobs.“ Grundsätzlich bräuchte Daimler jedoch den Erfolg im Ausland, denn dadurch würden – zum Beispiel gerade in der Entwicklung – auch Jobs in Deutschland gesichert werden. Gerade weil der deutsche Markt auf Dauer nicht mehr steigerbar und auch in Gesamt-Europa die Luft dünner geworden ist.

Große neue Technologie-Trends sucht man auf der Automesse in Shanghai vergeblich. Es dreht sich weiterhin um drei Hauptthemen:

RDF

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