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Die Mercedes C-Klasse (seit 2007)

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Klassische Stufenhecklimo
Wer sein Auge auf so was geworfen hat, kann auch bei der C-Klasse von Mercedes fündig werden. © Daimler AG/dpa-tmn

Aus dem einstigen „Baby-Benz“ ist über die Generationen eine ganze Mittelklassefamilie geworden. Wer gebraucht kaufen will, findet eine große Auswahl vor. Hier ein genauerer Blick auf die Reihe ab 2007.

Berlin - Dass ihr historischer Vorgänger einmal Baby-Benz genannt wurde - man ahnt es nicht angesichts der ausgewachsenen Mittelklasse von Mercedes. Außer der verwandtschaftlichen Beziehung haben der einstige 190er und die C-Klasse auch nicht mehr viel gemein.

Bei der Hauptuntersuchung (HU) zeigen sich die betrachteten Baureihen 204 und 205 mit Abstufungen sehr solide. Aber: Auch als Gebrauchte sind die Modell teuer in der Anschaffung.

Modellhistorie: 1993 kam der erste Mercedes der C-Klasse heraus. Von 2007 bis 2014 war die Baureihe 204 im Handel (Facelift 2011), 2014 rückte die 205er-Reihe nach, die aktuelle Baureihe 206 wurde im Frühjahr 2021 vorgestellt.

Karosserievarianten: Die Baureihe 204 wurde als Stufenheck-Limousine, als Kombi (T-Modell) und als Coupé gebaut. Von der Baureihe 205 gibt es zudem auch wieder ein Cabriolet.

Abmessungen (laut ADAC): Baureihe 204: 4,59 m bis 4,60 m x 1,77 m x 1,41 m bis 1,46 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 450 l bis 1500 l; Baureihe 205: 4,69 m bis 4,70 m x 1,81 m x 1,41 m bis 1,46 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 360 l bis 1510 l.

Stärken: Das Fahren - schon die Baureihe 204 ist ein komfortabler Gleiter. Für den 205er, eine komplette Neuentwicklung und optional mit Luftfederung bestellbar, gilt dies umso mehr. Bei der HU zeigen sich beide Baureihen solide. Fahrwerkstechnisch liegt die Mängelquote beim 205er „in den meisten Einzeldisziplinen bei 0,0 Prozent“, schreibt der „Auto Bild Tüv-Report 2021“.

Bei der Beleuchtung gibt es zum ersten und zweiten Termin „herausragend niedrige Mängelquoten“. Ähnlich gut ist das Abschneiden bei den Bremsen. Der 204er gibt sich in beiden Punkten im Alter anfälliger. Sowohl Ölverlust als auch die Auspuffanlagen sind für beide Baureihen kein Thema, die Abgasuntersuchung (AU) läuft meistens glatt.

Schwächen: Manko ist die Achsaufhängung: Bei der zweiten HU kassiert der 205er überdurchschnittlich hohe Mängelquoten, der 204er mit ausgeschlagenen Querlenkern und Koppelstangen ab der vierten HU im Alter von neun Jahren. Die ältere C-Klasse hat ab dem fünften Tüv-Termin Probleme mit den Scheinwerfern, bereits ab der dritten HU hapert es mit der Funktion der Feststellbremse, auch neigt der 204er zu Rost an den Bremsleitungen.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt mit Blick auf seine Pannenstatistik: „Die Jahre 2007 bis 2010 sind durchschnittlich oder sogar unterdurchschnittlich, die jüngeren Jahre alle durchweg gut.“ Als Pannenschwerpunkte nennt der Club für die Erstzulassungsjahre 2009 und 2010 die Anlasser sowie schlappe Batterien (2009), Probleme mit der Lenkung allgemein (2007 bis 2010) und kaputte Zündschlösser (2007 bis 2011 und 2013).

Motoren: Baureihe 204: Benziner (Vier-, Sechs- und Achtzylinder; Heck- und Allradantrieb): 115 kW/156 PS bis 380 kW/517 PS (C 63 AMG Black Series Coupé); Diesel (Vier- und Sechszylinder; Heck- und Allradantrieb): 88 kW/120 PS bis 195 kW/265 PS; Baureihe 205: Benziner (Vier-, Sechs- und Achtzylinder; Heck- und Allradantrieb): 95 kW/129 PS bis 375 kW/510 PS (AMG C 63 S); Diesel (Vier- und Sechszylinder; Heck- und Allradantrieb): 85 kW/116 PS bis 180 kW/245 PS. Hinzu kommen Vollhybrid- und Plug-in-Hybrid-Versionen in Kombination mit Diesel- und Ottomotoren.

Marktpreise laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- C-Klasse C 180 BlueTec (2015); 85 kW/116 PS (Vierzylinder); 124.000 Kilometer; 13.850 Euro. - C-Klasse C 350 e Avantgarde T-Modell (2016); 205 kW/279 PS (Vierzylinder + E-Motor); 90.000 Kilometer; 22.100 Euro. - C-Klasse Coupé C 250 CDI Sport DPF (2014); 150 kW/204 PS (Vierzylinder); 141.000 Kilometer; 13.850 Euro. dpa

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