Korrosionsschutz

Kampf dem Rost: So schützen Sie Ihr Auto richtig

Karosserien sind heutzutage gut gegen Rost geschützt. Dennoch: Wer nicht aktiv wird, bietet dem Rost Angriffsfläche. Wir zeigen, wie Sie Ihr Auto schützen.

  • Schon kleine Schäden am Lack können der Anfang sein.
  • Ungeschützte Teile am Unterboden und im Motorraum sind besonders gefährdet.
  • Stehendes Wasser und Dreck sind der perfekte Nährboden für Rost.

München - Viele Hersteller geben aktuell bis zu zwölf Jahre Garantie gegen Durchrostung. Aber jeder kleine Schaden hebelt diese Garantie aus. Um Rost zu bekämpfen, sollte man verstehen, wie er entsteht. Für Rost braucht es Nässe und Sauerstoff. Wenn Stahl mit Nässe in Berührung kommt, rostet er. In der Regel ist der Stahl an den Autos durch Grundierung, Lack oder eine Verzinkung gegen Rost geschützt. Dort wo die Sicherheitsbarrieren aber beschädigt werden, kann sich Rost schnell ansetzen. Im Winter wird der Korrosionsvorgang auch durch das Streusalz auf den Straßen begünstigt. Besonders gefährdet sind auch alle Stellen, an denen sich Wasser sammeln kann.

Wo tritt der Rost am häufigsten auf?

Verdreckte oder verstopfte Ablaufkanäle, Spalten oder Rillen am Fahrzeug bieten dem Rost einen optimalen Nährboden. Ist an diesen Stellen auch noch der Lack beschädigt, hat der Rost leichtes Spiel. 

Während die Karosserie in der Regel gut gegen Rost geschützt ist, sind es viele andere Teile wie Achsen, Scharniere, Schlösser oder Gelenke nicht. Hier und auch in Hohlräumen im Motorraum, den Innenseiten der Türen, in Radkästen und bei Kombis auch an der Heckklappe, kommt Rost häufig vor. Bei moderneren Fahrzeugen stellt sich die Frage nach dem Hohlraumschutz kaum noch, wohl aber bei älteren Modellen. 

Traurig, wenn es so weit kommt:

Auch hinter Kunststoffverkleidungen kann Rost leicht entstehen: Sammeln sich hier Feuchtigkeit und Schmutz, so können diese die Schutzschicht auf dem Lack wie Schmirgelpapier abreiben. Genauso anfällig sind alle Teile, die nicht verzinkt sind.

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Wie kann man dem Rost vorbeugen?

Perfekter Rostschutz ist nicht nur aufwendig, sondern unter Umständen auch teuer. Daher sollte man so gut es geht verhindern, dass die Schutzschicht des Autolacks geschädigt wird. Sollte es doch passieren, gilt es, schnell zu reagieren, um den Rost schon im Keim zu ersticken. Zur Vorbeugung sind folgende Tipps hilfreich:

  • Kleine Kratzer im Lack sofort ausbessern.
  • Das Fahrzeug regelmäßig waschen, um Streusalzreste und den Nährboden für Rost in Form von Dreck zu entfernen.
  • Regelmäßiges Wachsen hilft, den Lack zusätzlich zu schützen.
  • Der beste Parkplatz fürs geliebte Auto ist trocken und gut gelüftet. Wo die Luft steht, kann sich Kondenswasser bilden, was für den Korrosionsvorgang sehr förderlich ist. 
  • Den Unterbodenschutz erneuern. Das können Sie, selbst machen oder einem Profi an die Hand geben.
  • Für die Hohlraumversiegelung Ihres Oldtimers ziehen Sie am besten einen Profi zurate. Werkstätten verfügen über die geeignete Ausrüstung, um den Hohlraumschutz in jeden Winkel des Fahrzeugs zu bringen.

Wie rückt man bestehendem Rost zu Leibe?

Kleine Flugrostpartikel auf dem Lack lassen sich teilweise noch wegpolieren. Hat sich der Rost aber schon breit gemacht, hilft in der Regel nur noch Abschleifen. Anschließend reinigt, grundiert und lackiert man die betroffene Stelle. Diese aufwendigen Reparaturen sollte man nur als Fachmann selbst vornehmen. 

Eine einfachere Option für ältere Autos*, bei denen sich aufwendige Reparaturen nicht mehr lohnen: Rostumwandler. Dieser verwandelt den Rost in eine Eisenverbindung und verhindert so, dass er sich weiter ausbreitet. Das ist aber mehr eine Notlösung als eine wirkliche Reparatur, denn schön sehen die damit bearbeiteten Stellen nicht aus.

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Arne Roller

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Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Marijan Murat

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