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Anlieger frei: Nur in diesen Fällen dürfen Sie durchfahren

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Von: Ömer Kayali

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Ab wann gelten Autofahrer als Anlieger? Nur in bestimmten Fällen dürfen Sie fahren. Die Regelungen gelten auch für Fahrradfahrer.

Ein Anliegen wie „Parken“, „Spazierengehen“ oder „den Stau umfahren“ reicht nicht, um mit Recht in einer „Anlieger frei“-Straße einzufahren. Anders als häufig vermutet, ist ein Anlieger für die Straßenverkehrsordnung nicht jemand, der ein beliebiges „Anliegen“ hat. Stattdessen sind Bewohner und Nutzungsberechtigte von Grundstücken an einer Verkehrsfläche gemeint, aber auch deren Besucher.

Anlieger frei-Straßen: Wer darf sie befahren?

Eine „Anlieger frei“-Straße dürfen daher neben Freunden und Bekannten der Anwohner auch beispielsweise Patienten einer Arztpraxis oder Kunden eines Geschäfts befahren und zum Parken nutzen. Dabei reicht schon die Absicht zu einem Treffen. Ob ein Bewohner tatsächlich angetroffen wird, spielt keine Rolle. Egal ist es auch, ob man aus Sicht des Besuchten willkommen ist. Das Anliegen zu Parken oder den Weg abzukürzen, zählt nicht als Berechtigung zur Einfahrt. Ob jemand zufahrtsberechtigt ist, lässt sich in der Praxis aber häufig nur schwer kontrollieren. Autofahrer müssen bei einer Kontrolle ihr Ziel angeben.

Unberechtigte müssen mit Bußgeldern rechnen – auch Radfahrer

Wer unberechtigt in einer entsprechend beschilderten Straße erwischt wird, muss zahlen. Für das Befahren der Straße mit dem Auto sieht der Bußgeldkatalog die Zahlung von 55 Euro vor. Die Regelungen in Anlieger frei-Straßen gilt übrigens auch für Fahrradfahrer. Radfahrer, die unberechtigterweise durchfahren, erwartet ein Bußgeld von 25 Euro. Wer parkt, muss mit einem Knöllchen rechnen, die Höhe fällt von Stadt zu Stadt unterschiedlich aus. (Holger Holzer/SP-X)

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