White Lies und ihr Album „Ritual“

Von Frank Zöllner ▪ White Lies: Ritual (Universal/Fiction). Auch auf ihrem zweiten Album wollen White Lies den wenig freudvollen Geist der in den 80er Jahren stilprägenden Wave-Rocker Joy Division wieder beleben. Frontmann Harry McVeigh wandelt mit getragener Stimme auf den Spuren von Ian Curtis. Das Londoner Trio debütierte vor zwei Jahren mit „To Lose My Life“. Auf dem Nachfolger „Ritual“ wirkt diese Haltung allerdings mehr wie behauptet denn als Ausdruck echter Seelenpein. Die Produktion ist rundum bombastisch mit breitesten Synthie-Klängen („Holy Ghost“), treibenden Beats und gleichförmig gebauten Songs.

Gern werden auch Anleihen bei Tears For Fears („Is Love“) genommen, einer weitere Band aus den 80er Jahren. Es geht hier um Straßenbeleuchtung, Heilige Geister und Glockengeläute – um einige der Titel ins Deutsche zu übersetzen. Alles schon einmal gehört, aber es gibt ja immer wieder neue nachwachsende Konsumenten. Das kalkulierte Ziel ist auch mit der Single „Bigger Than Us“ vorgegeben: Die Spitze der Charts und die großen Konzerthallen.

Quelle: wa.de

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