Wayne Carpendale als „Landarzt“ im Interview

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Wayne Carpendale wurde 1977 in Köln geboren. Er ist der Sohn des Schlagerstars Howard Carpendale. Nach ersten Serien-Auftritten bei „Unter uns“ und „Unser Charly“ spielt er seit 2009 die Titelfigur Dr. Jan Bergmann in der ZDF-Serie „Der Landarzt“. ▪

Von Tobias Schröter ▪ HAMBURG–Crossover – so nennt sich der Vorgang, Charaktere aus dem einen Film- oder Serien-Universum in einem anderen auftauchen zu lassen. Gemacht hat dies nun das ZDF zum Start der fünften Staffel der Polizeiserie „Notruf Hafenkante“: In der heutigen Eröffnungsfolge taucht Wayne Carpendale auf – und zwar nicht in einer Gastrolle, sondern als „Landarzt“ Dr. Jan Bergmann. Im Gespräch mit Tobias Schröter spricht der TV-Star über diese ungewöhnliche Dreh-Situation, warum Crossover-Produktionen in Deutschland so selten sind und wo er die nächsten fünf Wochen verbringt.

Wie kam es zum Crossover zwischen dem „Landarzt“ und der Krimiserie „Notruf Hafenkante“?

Wayne Carpendale: Die Idee kam vom ZDF, in dem ja beide Serien laufen. Ich hab dann nicht lange überlegt, denn ich fand die Idee toll. Und so etwas wurde hierzulande ja auch schon länger nicht mehr gemacht. Ich kannte Crossovers eher aus amerikanischen Serien, wo zum Beispiel CSI New York mit CSI Miami verbunden wird – eine spannende Sache.

Würden Sie also für mehr Crossovers im deutschen Fernsehen plädieren?

Carpendale:Wenn es passt, ja. Das scheitert glaube ich oft daran, dass man die verschiedenen Filmteams, Sender und Darsteller nicht unter einen Hut bekommt. Das ist schade, weil es gibt eine Menge Geschichten, die viel aufgesetzter sind als solch ein Crossover. Für den Zuschauer ist es ja auch aufregend, wenn hier und da Fernseh-Ärzte oder anderweitige Serien zusammenfinden.

In der Rolle als „Landarzt“ plötzlich in einer völlig anderen Serie mitzuspielen – wie war das?

Carpendale: Es war schon ein bisschen ungewöhnlich. Beim „Landarzt“ geht es ja nur um den Landarzt und seine Umgebung in Deekelsen, nun findet er sich in der Großstadt wieder. Außerdem legt man, wenn man neu zu einem Filmteam kommt, seine Rolle erst langsam fest. Das war hier anders: Die Rolle war bereits festgelegt, aber das Filmteam trotzdem neu. Eine absurde Situation irgendwie, die aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht hat, weil beide Seiten mit viel Respekt aufeinander zugegangen sind – und nur dann kann ein Crossover auch funktionieren.

Ohne zu viel zu verraten: Wird es für den Landarzt an der Hafenkante auch gefährlich?

Carpendale: Ich komme als Landarzt als Trauzeuge nach Hamburg, im Laufe der Folge verschwinden jedoch sowohl der Trauring als auch der Bräutigam. Da bitte ich natürlich die Polizei um Hilfe und – sagen wir mal – begleite die Nachforschungen des Hafenkante-Teams als aktiver Zeuge. Das ist ja auch Jan Bergmanns Art, „dran zu bleiben“.

Apropos Jan Bergmann: Arbeiten Sie gerade an weiteren „Landarzt“-Folgen oder welche Projekte stehen als nächstes an?

Carpendale: Wir haben gerade die Folgen der nächsten „Landarzt“-Staffel abgedreht. Die laufen dann direkt im Anschluss an die derzeitigen Episoden. Jetzt bereite ich mich gerade auf den ZDF-Film „Das Geheimnis des Opals” in Neuseeland vor, wo ich die nächsten fünf Wochen verbringen werde, bevor ich das Jahr ausklingen lasse und auch mal etwas Weihnachtsurlaub mache. Damit war ich dann in diesem Jahr etwa einen Monat zuhause in München. Aber darüber will ich nicht klagen. Denn das bedeutet ja auch, dass es ein erfolgreiches Jahr war.

ZDF, 19.25 Uhr

Mit der 100. Folge geht die ZDF-Vorabendserie „Notruf Hafenkante“ heute in ihre fünfte Staffel. Im Laufe der neuen Folgen gibt es Veränderungen in der Besetzung: Die schwangere Rhea Harder wird vorübergehend von Wolke Hegenbarth vertreten, Uwe Fellensiek scheidet in der Mitte der Staffel aus und wird von Bruno F. Apitz ersetzt.

Quelle: wa.de

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