„Very Best of Black Gospel“ mit reduzierter Mannschaft

HAMM – Zum Schluss holten die Sängerinnen und Sänger einige Zuschauer zu sich auf die Bühne und sangen gemeinsam die Klassiker „Oh happy day“ und „Love somebody“ als Zugabe. Das Ensemble von „The Very Best of Black Gospel“ hatte keinerlei Berührungsängste. Von Saskia Wolf

Nach ihrem Auftritt in der Pauluskirche verabschiedeten sie sich zum Teil persönlich von den Zuhörern und gaben Autogramme. In einem knapp zweistündigen Programm mit Klassikern wie „Amacing Grace“ und „We shall overcome“ zeigten sie, dass Gospel nicht nur gesungen, sondern gelebt wird.

Als die Sänger den Altarraum betraten, verstummte das Publikum. Das sollte jedoch das einzige Mal sein. Denn der musikalische Leiter der Gruppe, Gregory M. Kelly, versuchte von Beginn an, die rund 270 Zuhörer zum Mitmachen zu animieren.

Dabei ließ er die rechte Kirchenbankseite gegen die linke Seite antreten und stellte zum Schluss salomonisch fest, dass beide Seiten gleich laut applaudiert und gejubelt hätten. Durch diesen kleinen Wettbewerb wurde das Publikum aktiver und unterstützte beim nächsten Lied „Whole world in his hand“ die Sänger durch rhythmisches Klatschen. Der Gospelchor bildete sowohl gesanglich als auch in der Darbietung der Lieder eine Einheit. Mit schwungvollen Bewegungen brachte er die typische Fröhlichkeit des Gospels zum Ausdruck.

Laut Veranstalter hatte der Chor während der aktuellen Tournee bereits über 100 Auftritte. Vier Sänger haben die Tournee bereits vorzeitig beendet, und so standen am Sonntagabend nur acht Sänger des eigentlich zwölfköpfigen Ensembles auf der Bühne.

„Down by the Riverside“ bildete zum Ende des ersten Teils den vorläufigen Höhepunkt. Die Sänger tanzten und sangen ausgelassen – das Licht der Scheinwerfer flackerte, und einer der Sänger drehte sich, unterstützt durch den Rhythmus des Schlagzeugers, immer schneller um die eigene Achse.

Nach einer kurzen Pause begann der zweite Teil mit „Go down Moses“ besonders eindrucksvoll, da die Sänger bei diesem Lied von der Kirchenorgel begleitet wurden. Einige Gospellieder wie „Joy the world“, wurden a cappella präsentiert, und die Sänger konnten dabei ihr großes Stimmvolumen besonders gut zeigen.

Natalie Wilson erfüllte auch ohne Mikrofon mit ihrer kraftvollen Stimme den Kirchraum und sang zwischen den Zuschauern im Mittelgang. Reverend Charles Lyles, früher Solosänger der bekannten „Harlem Gospel Singers“, überzeugte bei „Nobody knows“ ebenfalls mit seiner eindrucksvollen Stimme.

Immer wieder bezogen die Gospelsänger das Publikum mit ein. Bei Klassikern wie „When the saints go marching in“ standen die Zuschauer dann auch von den Bänken auf und klatschten im Rhythmus mit. Allerdings blieb trotz des unermüdlichen Bemühens der Sänger bis zum Schluss eine gewisse Distanz beim Publikum.

Quelle: wa.de

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