Tribute-Show „Let It Be“ in Köln

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Die Musiker der Beatles-Show „Let It Be“.

Mit vier Pilzköpfen geht das Kölner Publikum auf Zeitreise. Im Musical Dome bringt die großartige Tribute-Show „Let It Be“ die wichtigsten Wegmarken der Beatles zum Klingen. Gespielt wird Hit an Hit. Langweilig wird es nie. Das Ensemble lädt mit den fantastischen Londonern ein zu einer zweieinhalbstündigen Zeitreise.

- Von Andreas Sträter

Dabei beginnt die Show schon vor der eigentlichen Tribute-Show. Neben der Bühne sind als Fernseher getarnte Videoschirme installiert, die Originalaufnahmen der Beatles zeigen. Darunter stehen Attrappen von Transistorradios. Und schon geht der Vorhang auf für die Zeit, in der die Popmusik laufen lernte.

Im ersten Set „Cavern Club“ spielen die Beatles-Imitatoren „Please Please Me“ und „From Me To You“ noch ohne Farbe – ganz in Schwarz-Weiß. Dann kommt Farbe und Swing ins Spiel. Zu „I Want To Hold Your Hand“ und „A Hard Day’s Night“ klatschen die Kölner wild in die Hände. Alle haben Spaß. Besonders lustig wird es, als in der Gesangspause das HB-Männchen über die Videoschirme am Bühnenrand huscht und sich zur Entspannung ein Zigarettchen gönnt. Kaum vorstellbar heute.

Es geht Schlag auf Schlag weiter mit der musikalischen Zeitreise. Im Set „Shea Stadium“ performen die Pilzkopf-Jungs „Help“, „Ticket to Ride“ und „Day Tripper“. Höhepunkt der Show ist auch der künstlerische Gipfel der Beatles-Schaffenszeit: das Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“. Im psychedelischen Licht werden „With a Little Help for My Friends“ und „Lucy in The Sky With Diamonds“ vorgetragen.

Das im Juni 1967 erschienene Album gilt als eines der ersten Konzeptalben der Popmusik. Im „Sommer der Liebe“ sollte das Gesamtwerk einem neuen Zeitgeist gerecht werden und Lebensfreude reflektieren. Die Bühnenjungs tragen dazu bunte Anzüge und große Brillen. Die Haare werden immer länger. Im Hintergrund ist das Albumcover zu sehen. Das Gruppenbild mit Blumen zeigt die Beatles in bunten Fantasie-Uniformen, umringt von insgesamt 70 Persönlichkeiten, die eines gemeinsam hatten: die irdischen Gegensätze dieser Welt in irgendeiner Form bewusstseinsverändernd aufzuheben.

Der zweite Akt wird ebenso farbenfroh mit der „Magical Mystery Tour“ eröffnet. Bei Iain Hornal (Paul), Ryan Coath (John), Paul Mannion (George) und Ben Cullingworth (Ringo) ist die Spielfreude ungetrübt. Es wird keine irrwitzige Geschichte erzählt, sondern es werden Hits gesungen, die jeder kennt. Künstlerischer Höhepunkt ist die Harrison-Nummer „While My Guitar Gently Weeps“. Die Rockballade wird von Mannion mit tollem Gitarren-Solo unter großem Applaus vorgetragen. Bei einer ebenso schönen Ballade zeigt dann Paul-Darsteller Hornal, was er drauf hat. Er singt „The Long and Winding Road“ in einer Akustik-Version. Das Lied war ursprünglich in einer reduzierten Form geplant. Doch die Ballade wurde vom damaligen Produzenten üppig mit pompöser Orchester- und Chorbegleitung unterlegt, was zum Eklat führte: Paul McCartney war außer sich vor Wut – und verkündete wenige Tage später das Aus der Beatles.

Bevor die Show im Musical Dome zu Ende geht, tragen die Bühnen-Beatles noch Riesen-Hits mit Schmelz in der Stimme vor. „Let It Be“ und „Hey Jude“ in der XXL-Version markieren den gelungenen Schlusspunkt einer tollen Show.

Bis 25. August; Ticket-Tel. 01805/ 2001 (14 Cent/Min.)

27. August bis 1. September in der Alten Oper, Frankfurt www.bb-promotion.com

Quelle: wa.de

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