Skandälchen um den Krimi „Der Sturm“

Seit einigen Tagen weht durch die Kulturteile vieler Zeitungen viel heiße Luft um ein Buch, das es erst nächste Woche zu lesen gibt. „Der Sturm“ heißt ein Schwedenkrimi, den zwei Deutsche unter dem Pseudonym Per Johansson verfasst haben.

Angeblich ist es ein Schlüsselroman, in dem das Opfer eines grausamen Mordes dem FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher gleicht. Einer der Autoren, Thomas Steinfeld, hat einst bei der FAZ gearbeitet und das Blatt im Streit verlassen. Heute leitet er die Kulturredaktion der Süddeutschen Zeitung. Nun wird gemunkelt, der Krimi sei ein literarischer Racheakt. Steinfeld streitet ab, dass Schirrmacher gemeint sei. Das vermeintliche Opfer will nicht gegen das Buch vorgehen. Es gibt keine wirklichen Toten, nicht mal Verletzte. Trotzdem schwappt der „Sturm“ im Medienglas hoch. Mit dem Pseudo-Skandal soll wohl ein lahmer Thriller zum Bestseller aufgepeppt werden. Das Klügste dazu sagte Schirrmacher: Er lese keine Schwedenkrimis. ▪ Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare