Simple Minds spielen im Jovel in Münster

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Jim Kerr badet im gleisenden Scheinwerfer Licht und spielt mit seinen Simple Minds in Münster.

Von Andreas Tiggemann -  MÜNSTER Die Simple Minds sind nicht nur eine der ältesten Bands Europas, sie sind zudem noch immer erstaunlich produktiv. In schöner Regelmäßigkeit veröffentlicht das unverwüstliche Quintett um Sänger Jim Kerr durchaus ernst zu nehmende Alben, auf denen sich in der Regel mindestens ein radiotauglicher Titel befindet. „Big Music“ heißt das jüngste Werk der Schotten, das nun auf einer ausgedehnten Welt-Tournee präsentiert wird. Am Freitag war die Band zu Gast im seit Wochen ausverkauften Jovel in Münster.

Auch wenn es keine Stadien mehr sind, wie in den 1980er Jahren, füllen die Simple Minds auch heute noch mühelos Hallen mit bis zu 2000 Konzertbesuchern. Und die waren in Münster nach mehr als zwei Stunden vollauf zufrieden mit der Darbietung der Band. Umrahmt von einer beeindruckenden Light-Show zeigten sich Kerr & Co. von ihrer besten Seite. Natürlich gab es den zu erwartenden Ritt durch die Bandgeschichte, mit unzähligen Hits: einer mitreißenden Version von „Waterfront“, einem etwas zu ausgedehnten „Don’t you“, „Once upon a time“, „Stars will lead the way“, „Alive and kicking“ und so weiter. Auch vom aktuellen Album gab es einige Songs zu hören, von denen insbesondere das Titelstück „Big Music“ rockig und mit einem ordentlichen „Wumms“ präsentiert wurde. Einzig ihre misslungene Elektropop-Version des Doors-Klassikers „Riders on the storm“ hätte sich die Band besser geschenkt.

Dass die Simple Minds in die Jahre gekommen sind, zeigte sich bestenfalls an der viertelstündigen Pause, die nach der ersten Konzertstunde eingelegt wurde. Dafür stieß im zweiten Teil Sängerin Sarah Brwon als stimmgewaltige Verstärkung hinzu. Ansonsten aber boten die Schotten ihren mit ihnen gealterten Fans von Anfang bis Ende ein hörens- und sehenswertes Konzert. Mehr als drei Jahrzehnte Bühnenerfahrung können auch von Vorteil sein, wenn man sich die Spielfreude erhält. Und das haben die Simple Minds ohne Zweifel hinbekommen.

Quelle: wa.de

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