14.000 Fans in der Lanxess-Arena

Shakira lässt in Köln die Hüften kreisen

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Köln - Jetzt hat es doch noch geklappt: Im November schon sollte Sängerin Shakira in Köln auf der Bühne stehen und für den Startschuss ihrer „El Dorado“-Welttournee sorgen. Probleme mit den Stimmbändern führten allerdings zu einer kurzfristigen Verschiebung. 14.000 Fans in der Kölner Arena freuen sich, dass die Warterei nun ein Ende hat.

Und auch Shakira selbst scheint das Aussitzen ihrer Erkrankung gehörig aufs Gemüt geschlagen haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass die 41-jährige Kolumbianerin so ausgelassen und freudestrahlend ihr Set präsentiert. Da hat sich einiges angestaut. „Köln, es hat viel zu lange gedauert, viel zu lange“, ruft sie in die Halle und lacht herzlich.

Unterstützt von ihrer fünfköpfigen Band trägt die Gute-Laune-Musik der Sängerin ihr Übriges dazu bei, das auf den Rängen und im Innenraum die Stimmung überschwänglich ist. „Perro fiel“ etwa von ihrem aktuellen, mittlerweile elften Album, „El Dorado“, ist prädestiniert zum Sommerhit. Shakira lässt ihre Hüften kreisen, wackelt ganz Samba-like mit dem Po – und wird damit, angespornt vom Jubel ihrer Fans, bis zum Ende des Konzerts nicht mehr aufhören.

Konzert von Sängerin Shakira in Köln

Bei „La tortura“ – mit Akkordeon und Feuerfontänen – rastet das Publikum aus. Reggae-Feeling kommt bei „Can’t Remember to Forget You“ auf. „Loca“ und „Rabiosa“ verschmelzen zu einem Titel, der mit seinem Beat gut in jede Disco passen würde. Die beiden Fußball-Hymnen „La La La (Brazil 2014)“ und „Wakka Wakka (This Time for Africa)“ singt die Künstlerin in einem Federrock mit Deutschland-Farben.

Mehrfach verschwindet die Sängerin hinter die Bühne und wechselt das Outfit. Mal tritt sie sexy in einem zerschlissenen, aber hautengen Kostüm auf, mal im goldenen Abendkleid oder in Leoparden-Look-Leggins. Am Anfang trägt sie Manschetten an beiden Armen. Aber, keine Angst: Sie ist nicht schon wieder verletzt. Diesmal handelt es sich um einen Bestandteil ihres Kostüms. Ohnehin: Shakira gibt durch die Bank weg eine gute, durchtrainierte Figur ab.

Die Kostümwechsel werden auf der Videowand mit kurzen Clips überbrückt, zum Beispiel mit einem Video über die alt-kolumbianische Legende von der Entstehungsgeschichte der Welt durch den Gott Chiminigagua. Passend dazu zeigt sich Shakira im Anschluss für „Whenever, Wherever“ mit einer reich verzierten Maske vorm Gesicht, ehe sie sich barfuß und bauchtanzend über den sich im Nebel gehüllten Steg Richtung Hallenmitte bewegt. Währenddessen schießt goldenes Lametta in die Höhe und sprühen Feuerfunken von der Decke.

Hin und wieder kommen in Köln auch die etwas ruhigeren Töne zur Geltung, zum Beispiel bei der Ballade „Underneath Your Clothes“ oder bei Tú“ mit Klavier, Violine und Kontrabass. Den intimsten Moment erleben die Zuhörer bei „Antología“. Die Band schreitet mit Shakira für ein akustisches Zwischenspiel an die Spitze des Bühnenstegs und nimmt dort Platz.

Im Vordergrund steht aber ganz klar der Spaß an Bewegung und Tanz. Darin ist Shakira besonders gut – auch wenn sie zwischendurch an der Gitarre selbst die Saiten anschlägt, einen Synthesizer bedient und sogar aufs Schlagzeug knüppelt. Bei „She Wolf“ etwa schüttelt sie ausgelassen ihren Lockenkopf und läuft die große Bühne ab. Und auch bei „Me enamoré“ versprüht die Sängerin einen ansteckenden Frohsinn: „Ein Mojito, zwei Mojitos, schau, was für schöne kleine Augen, ich bleibe noch eine Weile hier“, singt sie darin.

Das Publikum ist textsicher, auch bei den spanisch-sprachigen Songs, was daran liegen könnte, dass es sehr international besetzt ist an diesem Abend. Vor allem südamerikanische Fans hat es noch Köln gezogen, das beweisen die vielen unterschiedlichen Fahnen, die eifrig geschwenkt werden. Es wird ganz deutlich: Shakira ist eine lateinamerikanische Symbolfigur mit einer Bedeutung, die weit über das Musikgeschäft hinaus geht. Die Fans himmeln ihren Star an. Als die Sängerin nach einer Zugabe, die sie im Innenraum, umringt von ihren Fans, gesungen hat, zurück zur Bühne geleitet wird, umarmen die Fans sie und machen Selfies mit ihr. Am Ende bedankt sich Shakira für eine „unglaubliche Nacht“ und verteilt fleißig Handküsse in der Kölner Arena.

Quelle: wa.de

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