Saisonausblick des Theaters Dortmund: Oper über Anna Nicole Smith

+
Inszeniert „Anna Nicole“: Jens-Daniel Herzog ▪

DORTMUND ▪ Von der Nachtclub-Stripperin zur Gattin und Witwe eines Milliardärs: Das kurze Leben des Playboy-Models Anna Nicole Smith lieferte den Stoff für die Oper „Anna Nicole“ von Mark-Anthony Turnage, dessen Musik auch Einflüsse von Jazz und Rock verarbeitet. An der Oper Dortmund inszeniert Intendant Jens-Daniel Herzog das Werk in der kommenden Spielzeit als deutsche Erstaufführung. Die Premiere ist für den 27. April 2013 geplant.

Im übrigen setzt das Haus für die Spielzeit 2012/13 auf Bewährtes und Bekanntes: Mussorgskys „Boris Godunow“, Verdis „Troubadour“, Mozarts „Hochzeit des Figaro“, Donizettis „Liebestrank“. Daneben gibt es die Operette „Die Czardasfürstin“ von Emmerich Kalman und das Musical „Funny Girl“ von Jules Styne.

Das Ballett bietet Xin Peng Wangs Choreografie „Der Traum der roten Kammer“ nach dem Roman „Hóng Lóu Mèn“, einem Klassiker der chinesischen Literatur von Cáo Xuqín zu Musik von Michael Nyman.

Große Pläne hat auch das Schauspiel mit einer ganzen Reihe von Uraufführungen. Als Außenprojekt ist eine Kooperation mit der freien Gruppe „BattleAutoren“ geplant: Das Festival „Rock The Kasper“ sucht in neuen Stücken für Kinder und Erwachsene ungewohnte Seiten an einer vertrauten Figur. Die Werke werden 2013 und 2014 jeweils Ende Mai, Anfang Juni im Schauspiel und im Keuning-Haus aufgeführt mit dem Ensemble, Puppenspielern und einem Sprechchor.

In „Crashtest Nordstadt“ widmet sich das Theater der Problemzone Dortmunds. Der Regisseur Jörg Lukas Matthaei erarbeitet in der Nordstadt ein Stück über über Kriminalität, Prostitution, Drogen und das friedliche Zusammenleben der Kulturen.

Außerdem kommt das Leben des Apple-Chefs Steve Jobs auf die Bühne in der deutschen Erstaufführung eines Stücks von Mike Daisy, „Die Agonie und Ekstase des Steve Jobs“. In „Mighty Society # 4 – Die Überflüssigen“ des niederländischen Autors Eric de Vroedt geht es um einen Unternehmer, dessen Saubermann-Image durch Outsourcing und Subventionsschwindel gefährdet wird. Interessant auch, dass Schauspielchef Kay Voges „Das Fest“ von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov inszeniert. Im Jahr 2000 wurde die Bühnenfassung des Dogma-Films uraufgeführt – am Schauspiel Dortmund. Nun kehrt das Stück als moderner Klassiker zurück. ▪ WA

http://www.theaterdo.de

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare