Neue CD: René Marie: I Wanna Be Evil

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. - Foto: pr

René Marie: I Wanna Be Evil (Motema/Membran). Kann man die große Eartha Kitt erreichen, wenn man ihr ein Tribute-Album widmet?

Die US-Sängerin René Marie wagt sich genau daran – und reißt gleich mit dem ersten Titel hin, dem furiosen Bekenntnis, dass sie lieber als Hexe verbrannt würde als überhaupt nie zu brennen („I’d Be Rather Burned As A Witch“). Drei Gäste erweitern ihr Trio zur Mini-Bigband, und das swingt, und ihre Stimme wirft uns einfach um. Die verruchten Töne hat René Marie drauf. Wenn sie, nur zum Bassriff von Elias Bailey und zu gedämpften Piano-Schlägen von Kevin Bales, fast flüstert „Peel Me A Grape“, liegen ihr die Kerle einfach zu Füßen. Die Arrangements hat sie modernisiert. In ihrer Version von „Let’s Do It“ schwingt der Funk eines Horace Silver mit. Wer eine Stimme mit Sex hören will – hier ist er richtig. Und ihre Begleiter legen sich mächtig ins Zeug. In „My Heart Belongs To Daddy“ winselt und lechzt die Posaune von Wycliff Gordon wie ein liebeskranker Kater. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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