Neue CD: Verneri Pohjola Quartet: Ancient History

Von Ralf Stiftel ▪ Verneri Pohjola Quartet: Ancient History (Act). Das zweite Album des finnischen Trompeters hebt beschaulich an mit dem hymnischen Titel „Deism“.

Da beginnt er verhalten, gedämpft, so als singe er ins Instrument, mit stimmhaft weichem, stets kontrollierten Ton. Bis er die Melodie mit einem Mal strahlen lässt. Bei „But This One Goes In Four“ legt sich die Gruppe rhythmisch schon mehr ins Zeug, da blitzen Erinnerungen an den modalen Jazz der 1960er Jahre auf. Verspielt lässt er die Melodie von Björks „Hyperballad“ zum Percussion-Geklimper und Gebimmel von Tatu Rönkkö und Joonas Riippa ausschwingen. Auf „White View“ kann man sich die meiste Zeit ganz der Kunst von Pohjolas vorzüglichen Begleitern hingeben, neben Riippa noch Antti Lötjönen am Bass und Aki Rissanen am Piano, der hier zunächst in kammermusikalisch zwischen Romantik und Impressionismus improvisiert. Das Gegenprogramm dazu liefert „Cheap Taxi Adventure“ mit seiner Reminiszenz an den frühen Jazzrock. Rissannen spielt E-Piano, Saxophonist Jukka Perko verstärkt die Band, und sie heben ganz schön ab.

Quelle: wa.de

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