Neue CD: Dry The River: Shallow Bed

Von Frank Zöllner ▪ Dry The River: Shallow Bed (RCA/Sony). Was haben Mumford & Sons und diese Newcomer-Band gemeinsam? In beiden Fällen kommen die Musiker aus London – wobei man doch ihren intensiven Folkrock eher in den Bible Belt der Vereinigten Staaten verortet hätte – und davon singen Dry The River auf ihrem beachtlichen Debütalbum auch in einem gleichnamigen Song.

Doch die 2009 gegründete Band um den falsett-artigen Sänger Peter Liddle aus Norwegen, den einstmals obdachlosen Punk-Schlagzeuger Jon Warren und den klassisch ausgebildeten Geiger Will Harvey fand sich tatsächlich in der britischen Hauptstadt zusammen. Der Grundklang ist geprägt von einer hymnischen Feierlichkeit, und die Themen kommen mitunter alttestamentarisch düster daher wie etwa in „History Book“.

Großartig ist etwa das vor schwelgerischen Melodien überschäumende „New Ceremony“. Der Grundton basiert auf Folk-Mustern und variiert zwischen bombastischer-krachender Klangkulisse und oder einem eher ruhigen akustischen Gewand, der auch gerne einmal ins Pastoral-Mehrstimmige wie etwa bei den Fleet Foxes verfällt und dabei erhaben wirkt. Für die BBC spielen Dry The River den „Sound of 2012“. Es ist eine nachvollziehbare Bewertung.

Quelle: wa.de

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