Neue CD: Michel Camilo: What's Up

Michel Camilo: What’s Up (Okeh/Sony Music). Das Intro zu „Take Five“ hat er getreulich Dave Brubeck abgelauscht, der damit einen Jazz-Welthit hatte.

Aber schnell fabuliert er in ganz andere Richtungen, spielt seine Virtuosität aus. Michel Camilo legt mit „What’s Up“ ein Solo-Album vor. In diesem Format kann man nichts kaschieren. Der Pianist, 1954 in der Dominikanischen Republik geboren, hat das auch nicht nötig. So treibt er den Klassiker zwischendurch geradezu in romantische Sphären, ehe er sich wieder auf den treibenden Fünf-Viertel-Takt besinnt. Die meisten der elf Titel hat Camilo selbst geschrieben. Der Titelsong, gleich am Anfang, lässt im Stride-Piano-Stil den Boogie swingen. Da gibt es gefühlige Balladen wie „Sandra’s Serenade“, und über Standards wie „Love For Sale“ fabuliert er fantasievoll. Aber am besten ist er, wenn er lateinamerikanische Rhythmen durcharbeitet wie in „Island Beat“, „Paprika“ und „Chan Chan“, dem Klassiker aus dem Buena Vista Social Club. Zwischen New York, London, Izmir hat er einen Deutschland-Termin gepackt: Am Samstag beim Klavier-Festival Ruhr in Hattingen. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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