Neue CD: Ray Lugo & The Boogaloo Destroyers: Mi Watusi

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Von Ralf Stiftel ▪ Ray Lugo & The Boogaloo Destroyers: Mi Watusi (Freestyle Records). Einerseits gibt es den Salsa, den Mutti in der Tanzschule lernt, um sich von den Anstrengungen des Alltags abzulenken. Und dann gibt es die raue, schwitzige Powermusik aus den Barrios, mit der in den 1970er Jahren die Post abging. An diese goldene Zeit erinnert Ray Lugo, New Yorker mit venezolanischen Wurzeln. Boogaloo war der Punk des Salsa, und dieses Album fetzt in zehn Titeln los: Treibende Perkussion, Bläser auf den Punkt, das in Synkopen wiegende Piano, und darüber Sänger, die sich mit wenigen Worte in unser Herz singen.

Man höre nur, wie brillant Pianist Adam Klipple in „Combulu“ Blockakkorde gegen den Rhythmus setzt, bis an den Rand des Atonalen, und so mit Reibung höchste Energie erzeugt. Jeder Titel ist mitreißende Sommermusik, von „My Shingaling“ mit seinen Anklängen an Beatmusik über eine Wahnsinnsfassung von „A Taste Of Honey“ bis zu den grandiosen Staccati in Mongo Santamarias „Picao Y Tostao“.

Quelle: wa.de

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