Neue CD: Lingua Mortis Orchestra feat. Rage: LMO

Lingua Mortis Orchestra: LMO (Nuclear Blast). Anders als viele Rocker-Kollegen, die "auch mal" ein Album mit einem Orchester aufnehmen, haben die Ruhrgebiets-Metaller von Rage viel Erfahrung auf dem Stilgebiet des "Symphonic Metal". Leistete 1996 bereits ihr Band-Album "Lingua Mortis" tolle Pionierarbeit, so darf der Quasi-Nachfolger "LMO" nun als Meisterstück gelten - für die Band wie für die Szene überhaupt.

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Kreativer Kopf hinter diesem Projekt - das aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht länger unter dem eigentlichen Bandnamen fungiert - ist einmal mehr Victor Smolski, dessen musikalische Genialität sich ohnehin nie allein den "Fesseln" des Metal (obschon seine größte Leidenschaft) unterworfen hat. Der Rage-Gitarrist und Cellist, Sohn des weißrussischen Komponisten Dmitri Smolski und seit den Achtzigern in Deutschland beheimatet, hat fast die komplette Musik geschrieben und dabei gleich mit zwei Orchestern – aus Spanien und Russland – zusammengearbeitet sowie die Songs außerdem co-produziert. Damit waren letztlich mehr als 100 Musiker an dem Album mit Texten von Rage-Sänger Peavy beteiligt. Eine Mammutaufgabe, die im Ergebnis über rund 55 Minuten hoch musikalisch, faszinierend abwechslungsreich und wuchtig, überaus homogen und trotz vermeintlich brutaler Kontraste von Power Metal und Jagdhornsätzen nie peinlich klingt. Spannend ist zudem der effiziente weibliche Gesang von Jeannette Marchewka und Sopranistin Dana Harnge als schmeichelndes Gegenstück zu den gewohnt rauen Metal-Vocals. Diese "Die-Schönen-und-das-Biest"-Eindrücke passen perfekt zum ganzen Album, das am Freitag veröffentlicht wird. Sehr eindrucksvoll! - Markus Hanneken

Quelle: wa.de

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