Neue CD: Kurt Elling: The Gate

Von Ralf Stiftel ▪ Kurt Elling: The Gate (Concord/Universal). Spätestens seit dem Grammy 2010 gehört Kurt Elling aus Chicago zu den großen Stimmen im Jazz.

Auf seinem aktuellen Album „The Gate“ umgibt er sich nicht nur mit herausragenden Begleitern wie John Patitucci am Bass, Bob Mintzer am Saxophon und Lenny Castro an den Percussions. Er widmet sich auch einem neuen Repertoire, nimmt eben nicht nur „Blue in Green“ von Miles Davis und „Come Running To Me“ von Herbie Hancock auf, sondern auch Pop- und Rocksongs. Wunderbar leichtfüßig lässt er Joe Jacksons „Steppin' Out“ swingen. Die Form der Soulballade „After The Love Has Gone“ von Earth Wind & Fire wahrt er ebenso wie die von Stevie Wonders „Golden Lady“, da legt er einfach nur etwas Stimme auf, zeigt seine virtuose Kunst des textlosen Scat-Gesangs. Trotzdem biedert er sich hier keinem Crossover-Publikum an, auch wenn diese Titel eher süffig daherkommen. Das Album eröffnet er mit einem ziemlich entschleunigten „Matte Kudasai“ der späten King Crimson, bei dem es vor allem auf seine Kunst der Klangfarben ankommt. Den Beatles-Titel „Norwegian Wood“ geht er sperrig an, das Gitarrensolo ist fetziger Jazzrock. Und seine Neufassung von „Samurai Cowboy“ lebt von der Mischung aus Sprechgesang und einer A-Capella-Anmutung, obwohl durchaus Instrumente im Spiel sind.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare