Neue CD der Killerpilze: Ein bisschen Zeitgeist

Von Andreas Sträter ▪ Killerpilze: Ein bisschen Zeitgeist (rough trade). Mit ihrem neuen Album gangen die Killerpilze die Denk- und Gefühlweise einer jungen Generation ein.

Dafür haben die drei Jungs zunächst ein eigenes Plattelabel gegründet und sich vom Druck großer Plattenfirmen befreit. Druckvoll startet die Band dann mit dröhnenden Bässen und dem Titel „Boom“. Darin heißt es: „Album Nummer vier, der Laden brennt, du rennst in den Laden, wir setzen den Trend, drei Killer drücken ab: Peng.“ Dieser Opener ist ein lauter Song, ein Schrei nach politischen Inhalten. Die Lieder „Marie“ und „Morgenland“ behandeln dann die Themen Zwangsheirat und Drogensucht. Doch irgendwie ist dabei ein bisschen die Songstruktur verloren gegangen. Die einstige Teenie-Band möchte jetzt Rockband sein. Und das merkt der Hörer besonders, wenn die Lieder „Albtrauma“ oder „Schicksalsscheiss“, zwingend und rockig durch die Gehörgänge dröhnen. Die aktuelle Single „Komm Komm.com“ klingt nach Konsumkritik: „Von allem viel zu viel. Auf der Überholspur, everything is fun, weiter kommen wir.“ Inhalt vor Musik, das ist die Devise.

Quelle: wa.de

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