Neue CD: Kenny Barron Quintet: Concentric Circles

Kenny Barron Quintet: Concentric Circles.

Kenny Barron Quintet: Concentric Circles (Blue Note/Universal). Der Pianist Kenny Barron ist gerade 75 Jahre alt geworden. Er hat seine Karriere in der großen Ära des Hardbop begonnen, und sein aktuelles Album knüpft hier nahtlos an.

„Concentric Circles“ bietet brillanten Jazz im Stil der 1960er Jahre, das bluesige Unisono-Thema von „Blue Waters“ zum Beispiel könnte auch von den Jazz Messengers stammen, inclusive der feinen Schlagzeugarbeit von Johnathan Blake. Das Titelstück umkreist das eingängige Thema im Dreivierteltakt.

Barrons Gespür für ausdrucksstarke Melodik zeigt sich durchgehend, besonders aber in seiner melancholischen Deutung von Caetono Velosos Samba „Aquelo frevo axé“. Und mit welch wunderbar vertracktem Funk entwickelt die Band den Rhythmus des souligen „I‘m Just Sayin‘“, auch hier setzt Blake tolle Drum-Akzente. Mit Mike Rodriguez an der Trompete und Dayna Stephens am Saxophon hat Barron starke Solisten, Bassist Kiyoshi Kitagawa ist hörbar seit Jahren ein Partner des Pianisten.

Vielleicht das schönste Stück gibt es aber am Ende, eine Hommage an Barrons Vorbild Thelonious Monk, dessen „Reflections“ er unbegleitet spielt, durchaus mit dem manchmal etwas hakligen, innehaltenden Duktus Monks, aber zugleich als brillante Übung im Stride-Piano-Stil.

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