Neue CD: Jimi Hendrix: People, Hell And Angels

Jimi Hendrix: People, Hell And Angels (Legacy/Sony). Mit dem Nachlass des 1970 gestorbenen Gitarristen Jimi Hendrix ist schon manches angestellt worden.

So wurden seine Soli posthum von Studiomusikern begleitet, was zu ziemlich befremdlichen Ergebnissen führte. Inzwischen geht der Familienbetrieb sorgfältiger mit dem Erbe des Rockklassikers um.

Die zwölf Titel auf dieser CD wurden sorgsam aus den vielen hundert Aufnahmen ausgewählt und aufbereitet, und man hört das, was Hendrix im Studio produzierte. Die Songs wurden 1968 und 1969 eingespielt, als der Musiker neue Konzepte und Formationen ausprobierte. Auf zwei Tracks präsentiert Hendrix sich mit seiner Band „Gypsy Sun & Rainbows“, mit zwei Percussionisten und Larry Lee an der Rhythmusgitarre, und das kommt sehr präsent rüber. Dann gibt’s endlich im ursprünglichen Konzept „Crash Landing“, einen souligen Anti-Liebessong für Hendrix’ Freundin, die während der Aufnahme im Studio war. Dazu einige Blues-Rock-Nummern im vertrauten Trio-Format, aber vor allem mit Buddy Miles an den Drums und Billy Cox am Bass.

Die Eingriffe der Herausgeber sind zurückhaltend: Dem Take von „Hear My Train A Comin“ fehlte eine Schlusskadenz, die wurde von der vorhergegangenen Einspielung ergänzt. Die Soloarbeit des späten Hendrix steht über jeder Kritik, fast immer verblüfft und verzaubert er mit seinen Einfällen.

Und in dieser Edition hat man fast den Eindruck eines homogenen Albums, das den Musiker nicht in ein kommerzielles Konzept zwingt. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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