Neue CD: Gregory Porter: Liquid Spirit

Gregory Porter: Liquid Spirit

Gregory Porter: Liquid Spirit (Blue Note/Universal). Die Kollegen schwärmen von Gregory Porter. Seine ersten beiden Alben wurden für Grammys nominiert. Und nun legt der 1971 in Bakersfield geborene Sänger, der ursprünglich Football-Spieler werden wollte, sein erstes Album auf dem noblen Label Blue Note vor: „Liquid Spirits“.

Man hört einen vollen Bariton mit perfekter Intonation, old school wie nur was. Aber bei Porter klingt das wie gerade erfunden, eine machtvolle Stimme mit feinster Artikulation und perfektem Timing. Man denkt an viele Kollegen, an Al Jarreau, nur dass Porter seine Virtuosität nicht so ausstellt. An Les McCann und Gil Scott-Heron, und wie sie macht er gern in seinen Texten ernst. „Musical Genocide“ ist ein starkes Bekenntnis zu Blues, Soul, Gospel, die er gefährdet sieht wie bei einem Völkermord. Groovende Titel wie „Liquid Spirit“ und „Free“ lassen an die Black-Power-Hymnen der 1960er denken. Aber dann schmeichelt er sich mit „Hey Laura“ ins Ohr – zarter ist selten eine Dame nachts gestört worden. Und er kann abhotten wie beim Souljazz-Klassiker „The ‘In’-Crowd“. Er arbeitet mit einer vorzüglichen festen Band um den Pianisten Chip Crawford, und es wird schwer sein, in diesem Jahr eine Jazzgesangsplatte zu finden, die diese Qualität erreicht. Im Herbst ist Porter auf Tour: 16.11. Konzerthaus Dortmund, 19.11. Alte Oper Frankfurt, 20.11. Theater am Aegi Hannover, 23.11. Laeiszhalle Hamburg, 24.11. Glocke Bremen, 25.11. Tonhalle Düsseldorf. -  Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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