Neue CD: Bernd Lhotzky: Black Butterfly

Von Ralf Stiftel ▪ Bernd Lhotzky: Black Butterfly (Echoes Of Swing/http://www.media-arte.de). Bernd Lhotzky ist der Pianist des wunderbaren Quartetts „Echoes Of Swing“.

Auf dieser CD führt er die Tradition des Stride Piano fort, bei dem die linke Hand praktisch wie eine Begleitband agiert, Bass und Harmonien ausführt, was zu einem kompakten, dichten Sound führt. In diesem virtuosen Stil interpretiert der 1970 am Tegernsee geborene Musiker bekannte Standards wie „Hello Dolly“ und „Comes Love“, dass einem das Herz leicht wird beim Hören. Er ist stilistisch aber nicht fixiert, meistert ebenso leichtfingrig Eubie Blakes „Charleston Rag“ und James P. Johnsons „A-Flat Down“, einen klassischen Boogie Woogie. Dann wieder schlägt er kammermusikalisch klassische Töne an, in feinen Jazz-Arrangements von Kompositionen Frederic Chopins. George Shearings „Children's Waltz“ verleiht er eine schlichte Poesie, die schon an Eric Satie erinnert. Und in „Odeon“ vom brasilianischen Komponisten Ernesto Nazareth bringt er Kontrapunkt und Samba-Saudade zusammen. Der CD-Titel stammt von einer Ellington-Komposition, die er mit einfühlsamer Klangmalerei zum Abschluss vorträgt. Auch solistisch zeigt Lhotzky, dass der traditionelle Jazz, wenn man ihn so ernsthaft und zugleich lustvoll spielt, alles andere als museal oder trivial ist.

Quelle: wa.de

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