Neue CD: Anna Prohaska: Enchanted Forest

Anna Prohaska: Enchanted Forest (Deutsche Grammophon). Wesen aus dem Zauberwald seufzen, toben, jubeln hier: Anna Prohaska schlüpft in die Rolle diverser Nymphen, wenn sie Arien von Antonio Vivaldi, Henry Purcell, Francesco Cavalli und Georg Friedrich Händel singt.

Das barocke Repertoire, in dem sich ihre Koloratur-Kolleginnen Simone Kermes und Cecilia Bartoli mit großem Erfolg exaltieren, geht Prohaska (Jahrgang 1983) zurückhaltender und kantabler an. Sie verzwitschert keinen Schnörkel, singt alles an mit einem zarten Sopran, der vom abgedunkelten Vibrato hinauf in hellstes Tirilieren reicht. An Seufzern und aufgeschäumten Gesten spart sie. Affekte werden nicht gesetzt, sondern entwickelt aus kleinen Verzögerungen und Beschleunigungen, auch aus sensiblen Einfärbungen des Timbres. In Purcells Klagelied „O let me weep“ hört man sie beinahe schniefen. ▪ Elisabeth Elling

Quelle: wa.de

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