Neue CD: Akua Naru: The Miner's Canary

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Akua Naru: The Miner's Canary

Akua Naru: The Miner’s Canary (The Urban Era/Groove Attack). Früher nahmen Bergleute Kanarienvögel mit unter Tage. Es waren lebende Messgeräte für das tödliche Grubengas. Nach diesen Spürvögeln benannte die Rapperin Akua Naru ihr Album, eine Reflexion über schwarze und weibliche Kultur in der Gegenwart.

Die in Köln lebende US-Musikerin versteht sich als Aktivistin, und eine Reihe ihrer Songs sind als künstlerische Eingriffe gemeint. So widmet sie der afroamerikanischen Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison eine stimmungsvolle Hommage über entspannt-souligen Grooves. Und „Heard“, grundiert von einer echolastigen Stimmcollage, handelt davon, wie wichtig es ist, eine Stimme zu haben, gehört zu werden. Das Album, überwiegend in Europa mit europäischen Musikern produziert, hört sich sehr dicht an, deckt eine große stilistische Spannbreite ab vom smoothen Liebessong „Seraphim“ mit dem souligen Gastvokalisten Fetsum bis zu den krachenden Beats von „Boom Bap Back“. Das jazzige „(Black &) Blues People“ prägt Trompeter Christian Scott mit coolen Melodiebögen. Und der legendäre Fusion-Drummer Bernard „Prettie“ Purdy trommelt auf mehreren Titeln. - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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