Marianne Rosenberg: „Regenryhthmus“

Von Andreas Sträter ▪ Marianne Rosenberg: Regenryhthmus (Edel). Locker-pumpende Schlagerseligkeit im Diskofox-Rhythmus darf niemand mehr von Marianne Rosenberg erwarten. Auf ihrem neuen Album „Regenrhythmus“ hat sich die einstige Schlager-Ikone einen elektronisch-sphärischen, ja geradezu elegischen Sound verpasst. Im Teenageralter feierte die Rosenberg mit Liedern wie „Fremder Mann“, „Lieder der Nacht“ oder „Ich bin wie du“ große Schlagererfolge. Jetzt heißen ihre Lieder „Dämonen und Wunder“, „Die Zeit und die Herzen“ oder „Film noir“ und sind kaum noch kompatibel für die große Masse.

Bei ihrem neuen Song „Lauf Kleine“ denkt der Hörer zunächst, die Sängerin erzähle von jenem halbwüchsigen Mädchen Marianne, das binnen weniger Jahre zu einer der erfolgreichsten Schlagersängerinnen Deutschlands heranwuchs. Tatsächlich aber singt Rosenberg in diesem fein getexteten Song von heutigen Castingshow-Teilnehmerinnen und deren ausgebeuteten Hoffnungen. Zu dem Lied „Genau entgegengesetzt“ findet der Hörer nur labyrinthisch Zugang – wenn überhaupt. Den letzten Titel „Jetzt“ haucht sie ebenfalls im Sphärensound und verabschiedet sich dann so geheimnisvoll wie sie dieses Album begonnen hat.

Quelle: wa.de

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