Mando-Diao-Frontmann Björn Dixgård im Interview

+
Björn Dixgård wurde am 8. Mai 1981 in Falun geboren. Mitte der Neunziger Jahre lernte er Gustaf Norén kennen. Zusammen mit Norén ist Dixgård der Sänger und Frontmann der Band Mando Diao, die1999 diesen Namen erhielt. ▪

Mit ihrem Album „MTV Unplugged – Above And Beyond“ haben Mando Diao im Herbst bewiesen, dass akustische Instrumente und Rockmusik gut zusammenpassen. Ab Oktober sind die fünf Schweden aus Borlänge in Deutschland mit ihrem Akustik-Set live zu hören. Kathrin Nolte sprach mit Frontmann Björn Dixgård.

Sie haben am Wochenende bei dem Deutschen Tourenwagen-Masters-Spektakel (DTM) im Münchner Olympiastadion als Beifahrer die Strecke getestet. Sind Sie ein Geschwindigkeits-Liebhaber?

Dixgård: Schon seit meiner Kindheit habe ich all die großen Rennfahrer gesehen wie Mika Häkkinen, Ayrton Senna und Nigel Mansell. Ja, ich liebe die Geschwindigkeit und den Motorsport, besonders die Formel 1. Bis zum Wochenende wusste ich nicht viel über die DTM, weil die Rennserie nicht im schwedischen Fernsehen übertragen wird. Aber nach dem, was ich gesehen habe, ist es ein toller Sport. Und mit solch einem Rennwagen durch das Olympiastadion zu fahren, war fantastisch.

Wie war die Akustik in dem Rennwagen?

Dixgård: Es war laut und sehr warm.

Nun schalten Sie als Rockmusiker einen Gang runter – was können die Fans bei der Akustik-Tour in Deutschland erwarten?

Dixgård: Ich hoffe, eine Menge: Wir werden unser Bestes geben, um etwas Besonderes daraus zu machen. Wir versuchen ständig, unser Akustik-Set weiterzuentwickeln, und wir sind schon gespannt. Es ist lange her, dass wir so lange auf Tour waren – diese geht zwei Wochen.

Was ist das Besondere an den Akustik-Konzerten?

Dixgård: Die Dynamik kommt besser zur Geltung, wenn wir mit akustischen Instrumenten spielen. Meiner Meinung nach ist es die beste Art und Weise, Mando Diao zu hören und zu sehen. Es ist die klarste Botschaft, um unsere Songtexte zu vermitteln. Man hört einfach alles viel besser, wie wir spielen und unsere Stimmen.

Steht nur Mando Diao auf der Bühne?

Dixgård: Nein, wir haben auch ein Streichquartett auf der Bühne, das uns begleiten wird.

Wie wird Bühnenshow aussehen?

Dixgård: Die Show planen wir gerade noch. Aber es wird keine Stroboskope geben. Wir wollen vielmehr eine familiäre Atmosphäre – ein „Wohnzimmer-Gefühl“ – auf die Bühne bringen.

Muss man sich auf ein Akustik-Konzert anders vorbereiten?

Dixgård: Ja, die Konzerte sind schon unterschiedlich. Aber Musik zu machen ist immer gleich, egal was für ein Konzert man spielt. Es spielt auf der Bühne dann keine Rolle mehr, welche Art von Musik man spielt. Wir müssen unsere Energie einfach in die Musik übertragen, egal ob die akustisch oder elektrisch ist.

Haben Sie und Ihre Bandmitglieder ein musikalisches Vorbild bezogen auf Akustik-Sets?

Dixgård: Nein, niemanden im Besonderen. Aber es gibt für uns viele ausgezeichnete Vorbilder wie Nirvana, Bob Dylan, Dolly Parton und Neil Young.

Das letzte Studioalbum („Give Me Fire“) ist von 2009. Welche neuen Projekte plant Mando Diao?

Dixgård: Wir haben, bevor wir zur DTM-Veranstaltung nach München gefahren sind, die Aufnahme von zehn neuen Songs beendet. Gustaf (Gustaf Norén, Sänger und Songwriter) hat sie auf Schwedisch geschrieben. Wir werden also ein schwedisches Album rausbringen. Anfang nächsten Jahres werden wir dann wahrscheinlich mit der Arbeit an einem neuen Mando-Diao-Album auf Englisch beginnen.

Bei der Akustic-Tour im Oktober spielen Mando Diao drei Mal in Deutschland; einen Termin gibt es in NRW: Am 7. Oktober in der Arena Oberhausen.

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare