Kinofest Lünen mit Katja Riemann und Olli Dittrich

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Skurriles Paar: „Die Relativitätstheorie der Liebe“ mit Katja Riemann und Olli Dittrich ist der Eröffnungsfilm des 21. Lüner Kinofestes. ▪

Von Tobias Schröter ▪ LÜNEN–61 deutschsprachige Filme vom kurzen Animations-Abenteuer bis zur Langzeit-Dokumentation, elf Preise im Gesamtwert von 45 300 Euro und zum Auftakt eine Weltpremiere mit Star-Gästen: Das Kinofest Lünen bietet auch im Jahr nach seinem 20-jährigen Geburtstag ein pompöses viertägiges Programm.

So werden zur Eröffnungsgala am Donnerstag, 11. November, das ungewöhnliche Duo Katja Riemann (bekannt aus Beziehungs-Komödien wie „Der bewegte Mann“) und TV-Komödiant Olli Dittrich („Dittsche“) im Lüner Cineworld-Kino zu Gast sein, um ihren neuen Film „Die Relativitätstheorie der Liebe“ zu präsentieren. In der unkonventionellen Komödie schlüpfen die beiden Schauspieler gleich in jeweils fünf verschiedene Rollen, vom Fahrlehrer Paul über den Libanesen Youssef hin zur Beamtin Peggy: Höchst unterschiedliche Großstadtpaare, deren Leben dennoch ein gemeinsames Thema prägt – die Liebe. Dass der Film, der in den Kinos erst im Februar 2011 anläuft, in Lünen Weltpremiere feiert, freut Kinofest-Leiter Michael Wiedemann besonders: „Dass sich die Produzenten und Schauspieler Lünen dafür ausgesucht haben, zeigt unseren Stellenwert. Es adelt uns.“

So erhält das Kinofest quasi seine ganz eigene Auszeichnung, während es selbst mehrere Preise verteilt. Wichtigster ist die „Lüdia“: Der mit 10 000 Euro am höchsten dotierte Preis zeichnet die Werke von jungen deutschen Filmemachern aus. „Das sind aber keine Film-Neulinge, sondern gestandene Jung-Regisseure“, erklärt Kathrin Bessert aus dem Kinofest-Komitee. Entsprechend sind in dieser Kategorie bekannte Schauspieler wie Jessica Schwarz als Deutsch-Argentinierin auf Identitätssuche in „Das Lied in mir“ und Horst Janson als demenzkranker Architekt in „Eines Tages...“ zu sehen. Weiterer Kandidat ist „Luks Glück“, ein Spielfilm über eine türkische Familie, die durch einen Lottogewinn ins Unglück stürzt. „Zwar werden in diesen Filmen schwerwiegende Themen behandelt, aber man geht trotzdem mit einem guten Gefühl aus dem Kino raus“, betont Kathrin Bessert.

Besonders groß war der Andrang bei den mittellangen Filmen (etwa 30 Minuten Länge). „Dieses Format wird an vielen Filmhochschulen als Examensarbeit verlangt, entsprechend gab es eine Menge interessanter Einsendungen. Daher haben wir die Zahl der gezeigten Filme von vier auf acht erhöht“, so Bessert. Ob behutsame Dokumentation über eine Querschnittsgelähmte („Holding Still“) oder actionreiches Drama über zwei depressive Weihnachtsmänner („The Night Father Christmas Died“) – die Bandbreite ist groß. Den Abschluss des Festivals am Sonntag, 14. November, bildet wie üblich die große Preisverleihung, als Abschlussfilm fungiert die Dokumentation „Jane‘s Journey“ über die Schimpansen-Forscherin Jane Goodall.

Abseits des Film-Programms beleuchtet das Kinofest in diesem Jahr erstmals die Beziehung zwischen Filmen und Computerspielen: „Das sind zwei Bereiche, die sich stark annähern. Wir suchen nach Synergien und blicken in die Zukunft“, erklärt Kathrin Bessert. Neben der Diskussionsrunde „Branchen-Dialog“ fürs Fachpublikum gibt es zwei Mitmach-Aktionen: Zum einen wird das traditionelle Kinofest-Sportturnier diesmal mit Bewegungs-Konsolen wie der Nintendo Wii ausgetragen, zum anderen gibt es die Möglichkeit, Games auf der Kinoleinwand zu betrachten und zu spielen.

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen beginnt am morgigen Freitag ab 11 Uhr. Tickets können im Kino gekauft oder per Telefon (01805/246396) oder online reserviert werden: http://www.kinofest-luenen.de.

Quelle: wa.de

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